André Kuper
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich heiße Sie alle herzlich zu unserer heutigen, 98. Sitzung des Landtags Nordrhein-Westfalen willkommen. Mein Gruß gilt auch den Gästen auf der Besuchertribüne, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Medien sowie den Zuschauerinnen und Zuschauern an den Bildschirmen. Für die heutige Sitzung haben sich neun Abgeordnete entschuldigt; ihre Namen werden in das Protokoll aufgenommen. (Der Präsident begibt sich an das Redepult.) Liebe Kolleginnen und Kollegen! Am Dienstag vergangener Woche ist unser lieber und sehr geschätzter Kollege Dietmar Panske im Alter von nur 58 Jahren verstorben. Das, was er in den letzten Monaten durchgemacht hat, was mir von seiner Frau Petra geschildert wurde, kann ich hier nicht annähernd wiedergeben. So macht uns die Konfrontation mit dem Tod einfach nur traurig und still. Dieser Tod macht viele von uns im Landtag auch sprachlos. Dietmar Panske hat trotz seiner schweren Erkrankung lange Zeit gehofft und gekämpft – für sein Weiterleben und für seine geliebte Familie. Er hat sich bis zuletzt dem gewidmet, wofür er stand: dem Land und seinen Menschen. Er handelte aus der Hoffnung heraus, diese Welt ein Stück weit menschlicher zu machen, und er lebte zugleich auch im Vertrauen auf Gott. Die Traueranzeige seiner Familie beginnt mit den Worten: „Wir lieben ihn für die Kraft seiner Persönlichkeit, für die Weite seines Blickes und die Großzügigkeit seines Herzens. Nun gehen wir in zwei Welten weiter – verbunden für immer. Unser […] Lieblingsmensch“ Was für eine Trauer, was für eine Dimension, die wir alle nicht fassen können, spricht da zu uns – diese Endgültigkeit, die erst mit der Zeit immer stärker ins Bewusstsein kommt. Ein Abschied für immer – ein Abschied, der uns als gläubigen Christen dennoch die Hoffnung auf ein Wiedersehen schenkt. Es werden Zeiten bleiben, die zu Tränen rühren. Und ja, ich wage zu sagen: Über den Tod eines geliebten Menschen kommt man niemals wirklich hinweg. Man lernt bloß, mit dem Verlust zu leben. Seit 2017 gehörte Dietmar Panske dem Landtag an – als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Coesfeld II. Sein Münsterland nannte er gerne eine 09.07.2025 der schönsten Regionen Deutschlands. Jahrelang hat er sich dort kommunalpolitisch engagiert. Dietmar Panske wurde Landtagsabgeordneter, um sich für seine Heimat einzusetzen und sich um die Interessen, Sorgen und Hoffnungen der Menschen zu kümmern, wie er selber sagte. Er engagierte sich mit Herz und Sachverstand als Mitglied im Innenausschuss, im Integrationsausschuss, im Ausschuss für Schule und Bildung. Auch die internationale Begegnung lag ihm am Herzen, als Mitglied der Parlamentariergruppen NRW-Türkei und NRW-Israel. Vor allem aber war es Dietmar Panske, der als Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses „Kindesmissbrauch“ die an ihn gestellten Herausforderungen mit größter Sensibilität anging. Über Fraktionsgrenzen hinweg wurde er als kompetenter und freundlicher Kollege sowie als verlässlicher Gesprächspartner geschätzt. Dietmar Panske wollte mit seiner politischen Arbeit immer nah an den Bürgerinnen und Bürgern sein. Heute nun ist sein Platz im Plenarsaal leer. Die Blumen erinnern an sein Wirken. Viele von uns werden die letzten oder aber die wichtigsten Begegnungen mit ihm niemals vergessen. Die Blumen erinnern heute an den Menschen Dietmar Panske, dem es wichtig war, einen bleibenden Beitrag für eine bessere Welt zu leisten – mit Haltung, mit Entschlossenheit, mit demokratischer Überzeugung. Es gäbe noch so vieles zu sagen. Für alle Worte der Trauer, des Trostes und der Anteilnahme ist noch Raum im Kondolenzbuch, das vor der Tür des Plenarsaals ausliegt. Für unsere stillen Gedanken an ihn lassen Sie uns nun gemeinsam einen Augenblick schweigen. Dazu wollen wir uns, soweit möglich, von den Plätzen erheben. (Die Anwesenden erheben sich von ihren Plätzen.) – Danke. Ich rufe auf: 1 Start der KiBiz-Revision auf der Kippe? Brandbrief der kommunalen Spitzenverbände ernst nehmen! Aktuelle Stunde auf Antrag der Fraktion der SPD Drucksache 18/14681 Die Fraktion der SPD hat mit Schreiben vom 7. Juli 2025 gemäß § 95 Abs. 1 der Geschäftsordnung zu dieser aktuellen Frage der Landespolitik eine Aussprache beantragt. Landtag Ich eröffne die Aussprache. Als Erster hat für die SPD ihr Fraktionsvorsitzender Ott das Wort.
