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Christin Siebel

SPD 22.05.2025 Sitzungen 18/95

Vielen Dank, Herr Präsident. – Nochmals: „Gebt den Kindern das Kommando – denn sie wissen sehr wohl, was sie tun.“ (Beifall von der SPD) So haben wir unseren Antrag überschrieben, und wir meinen es genau so. Denn Kinder und Jugendliche leben oft viele Jahre in Städten, die an ihren Bedürfnissen vorbei geplant wurden. Wer ihnen zuhört, merkt schnell: Es fehlt nicht an Ideen oder Mitgestaltungswillen, sondern an Möglichkeiten zur Beteiligung. Trotzdem hält sich ein Klischee hartnäckig: Die Jugend von heute interessiere sich nicht für Politik, nicht für die Gesellschaft und nicht für das, was um sie herum passiert. Aber: Dieses Klischee ist nicht neu. Jede Generation hat das über die nächste gesagt, und jede Generation – Achtung – lag damit falsch. (Beifall von der SPD – Dr. Dennis Maelzer [SPD]: Ganz genau!) Oft liegt es gar nicht am fehlenden Interesse, sondern an fehlenden Gelegenheiten zur Mitgestaltung. Viel zu häufig wird über Kinder und Jugendliche geredet, aber nicht mit ihnen. Ihre Perspektive fehlt in den Entscheidungsprozessen, obwohl sie am längsten mit den Folgen dieser Entscheidung leben müssen. Kinder sehen ihre Umgebung anders. Sie bewegen sich auf einer anderen Höhe, nehmen Gefahrenstellen wahr, die Erwachsene oft übersehen. Sie wissen, wo es zu laut, zu gefährlich oder einfach zu langweilig ist.

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