Anke Fuchs-Dreisbach
Ich komme gleich noch zu den MVZ. Dazu will sicherlich der Kollege Klute etwas fragen. Ich komme gleich dazu, Herr Kollege Klute. Gesundheitsförderung beginnt vor Ort im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen. Das war schon immer Teil unserer Strategie. Liebe Kolleginnen und Kollegen der SPD, es gibt derzeit keine zentrale Förderung für medizinische Versorgungszentren. Ja, MVZ sind ein wichtiger Baustein in der lokalen Versorgung. Solche Einrichtungen entstehen vor allem dort, wo sie personell abgesichert und regional sinnvoll eingebettet sind. Ihre Forderungen nach mehr kommunalen MVZ tragen wir aber nicht mit, weil die Kommunen bereits umfangreiche Aufgabengebiete haben und wir sie gerade jetzt nicht noch mit weiteren Aufgaben belasten wollen. Auch wenn wir keine zentrale Förderung kommunaler MVZ vorsehen, setzen wir aber an anderer Stelle Hebel an, um die Versorgung gerade dort zu stärken, wo sie besonders herausfordernd ist. Ärztinnen und Ärzte werden gezielt in unterversorgten Gebieten bei ihrer Niederlassung mit bis zu 60.000 Euro unterstützt. Außerdem bekämpft die Landarztquote langfristig den Versorgungsmangel hausärztlicher Versorgung im ländlichen Raum. Jedes Jahr werden durch die Landarztquote 180 Plätze in der Humanmedizin für die spätere Versorgungssicherheit des ländlichen Raumes vergeben. Bis heute sind das bereits über 1.000 Studierende. Ihre Forderung nach einer Förderung gesundheitsbezogener Quartiersentwicklung übersieht leider die Lebensrealität in den ländlichen Regionen unseres großen Flächenlandes. Genau diese Gebiete brauchen in den kommenden Jahren unsere volle Aufmerksamkeit. Sie wollen mit Ihrem Antrag Handlungsdruck erzeugen, wo längst schon gehandelt wird. Das ist gut gemeint. Sie wollen Programme initiieren, die aber schon laufen. Über alles Weitere werden wir uns dann im Ausschuss noch unterhalten; denn wir stimmen der Ausschussüberweisung zu. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Landtag
