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Dorothee Feller

22.05.2025 Sitzungen 18/95

Herr Ott, wenn Sie mich einfach weiter hätten reden lassen, wäre ich darauf eingegangen. (Kirsten Stich [SPD]: Ah!) Sie müssen doch die Handynutzung an Schulen bzw. eine getroffene Regelung, wie Handys an Schulen genutzt werden können, davon unterscheiden, was die Themen „Umgang mit Social Media“ und „Vermittlung von Medienkompetenz“ insgesamt in der Gesellschaft bedeuten. (Beifall von Andrea Stullich [CDU]) Wenn ich sage, dass sich die Schulen eine Regelung zur Handynutzung geben sollen – es ist eine klare Vorgabe, dass das bis zum Herbst an allen Schulen passiert sein muss –, und die klare Ansage mache, dass an den Grundschulen keine private Handynutzung – mit Ausnahme gesundheitlicher Gründe zum Beispiel – möglich sein soll und alle anderen gemeinbildenden Schulen sich altersgemäße Regelungen geben sollen, bedeutet das doch nicht, dass wir mit Medienkompetenz nichts zu tun haben – im Gegenteil. Ich will noch einmal eines deutlich sagen: Überlegen Sie doch einmal, wie viel Zeit Schülerinnen und Schüler in der Schule und wie viel sie außerhalb der Schule verbringen. Hochgerechnet am Beispiel eines Oberschülers oder einer Oberschülerin verbringt er nur 28 von 110 wachen Stunden in der Schule. Die meiste Zeit ist er zu Hause oder in seinem Freizeitaufenthalt. Das ist doch der Punkt. Dafür müssen wir Regelungen finden und auch die Eltern einbinden. (Dr. Dennis Maelzer [SPD]: Ja, wir, aber nur nicht Sie!) Deswegen fördern wir die Medienkompetenz im Unterricht, und zwar bei allen Schulformen auf der Grundlage unseres Medienkompetenzrahmens. Das beginnt bereits im ersten Schuljahr. Sie fordern in dem Antrag, dass wir die Lehrpläne überarbeiten. Die Lehrpläne sind schon längst angepasst worden. Es werden durch die Bezirksregierung auch praxisorientierte Fortbildungsangebote angeboten. (Jochen Ott [SPD]: Das ist doch ein Witz! Das ist ein Witz!) Landtag Auch die Programme wie „Medienscouts NRW“ oder „Bildung und Gesundheit NRW“ stärken unsere Schülerinnen und Schüler im selbstbestimmten Umgang mit digitalen Angeboten. (Jochen Ott [SPD]: Fragen Sie einmal an den Schulen nach! Das ist ein Witz!) Da sich die Mediennutzung der jungen Menschen jedoch weit über den Ort Schule hinaus erstreckt, wird Schule letztlich nicht alles leisten können. Daher ist es wichtig, dass wir die Eltern aktiv einbinden. Zu diesem Zweck fördern wir Medienbildung verstärkt im familiären Alltag. So lädt das Ministerium für Schule und Bildung beispielsweise am 20. August dieses Jahres zu der landesweiten Veranstaltung „Kompetenz im Netz“ in den RuhrCongress Bochum ein. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu einer Reihe von Onlineformaten für Lehrkräfte und Eltern. Ziel ist es, Schulen und Familien praxisnah beim reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen. Darüber hinaus arbeiten wir zusammen mit der Landesanstalt für Medien an Projekten wie „Eltern und Medien“ und dem Internet-ABC sowie an der Bereitstellung von Informationsmaterialien und Onlineformaten für Lehrkräfte und Eltern. Wir als Landesregierung werden uns auch weiterhin für eine sichere und verantwortungsvolle Mediennutzung einsetzen – mit klaren Empfehlungen, gezielter Unterstützung und einem verbindlichen Orientierungsrahmen. Denn digitale Medien gehören zum Leben unserer jungen Menschen dazu. Unsere Aufgabe ist es und wird es auch bleiben, sie zu befähigen, diese souverän, sicher und verantwortungsvoll zu nutzen. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

Protokoll ↗