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Zacharias Schalley

AfD 22.05.2025 Sitzungen 18/95

Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Maria Montessori sagte einst: „Schule ist jenes Exil, in dem der Erwachsene das Kind so lange hält, bis es imstande ist, in der Erwachsenenwelt zu leben, ohne zu stören.“ Dieses eigentlich kritisch gemeinte Zitat scheint die SPD bei diesem Antrag etwas zu wörtlich genommen zu haben. Früher war die Schule ein Ort des Wissens. Mittlerweile soll sie als Schutzraum vor der Realität fungieren und ein Ort zur Indoktrination im Sinne des Zeitgeistes sein. Man schützt unsere Jugend nicht mehr vor Unwissenheit, sondern vor TikTok und Instagram. Das Heranreifen durch kritische Auseinandersetzung wird ersetzt durch Digital Detox, und statt Landtag Disziplin – und ja, auch Ertragen – gibt es jetzt die aktive Schulpause mit Mental-Health-Coach. Handyfreie Vormittage, Charterprozesse und sonstige weichgespülte Konsenspädagogik sind nicht die Lösung für die zahlreichen Probleme unserer Schulkinder. Während draußen auf den Schulhöfen das Faustrecht regiert, diskutiert die SPD ernsthaft über medienfreie Zonen. Messerattacken oder Scharia-Polizei auf dem Schulhof? Kein Thema. Snapchat dagegen: Hochrisikozone. Und dann taucht dazu im Antrag noch diese kuriose Wortneuschöpfung auf: „digitale Gewalt“. Nicht mehr Bauchtritte, nicht mehr Diebstahl, nicht mehr Bedrohung, sondern ein Like an der falschen Stelle oder ein Emoji mit einem Glas Milch sind jetzt Gewalt. (Dr. Dennis Maelzer [SPD]: So ein Quatsch! – Dr. Günther Bergmann [CDU]: Meine Güte!) Hier wird echte Gewalt relativiert und banalisiert aufgrund einer emotional überdehnten Wohlfühlpädagogik, die die Wirklichkeit ausklammert, weil sie mit ihr nicht mehr umgehen kann. Nein, werte Damen und Herren, nicht digitale Gewalt, sondern reale Gewalt auf dem Schulhof wäre das eigentliche Thema. Wenn es darum geht, dann schaut die SPD natürlich weg. Denn sonst müsste sie sich wohl eingestehen, dass man das Gros dieser Gewalt an unseren Schulen selbst importiert hat. Was folgt, ist klar: Wer digitale Bedrohungen sieht, braucht digitale Streetworker, digitale Resilienzberater und natürlich ein neues Referat im Ministerium. So sieht das nämlich aus: Die SPD erfindet Probleme, um Personal dafür zu suchen. Heimlich, still und leise sollen die Staatsstrukturen zur Bekämpfung der fiktiven Probleme wachsen: Medienscouts, Mental Health Coaches, Digital Streetwork, sogar eine Landesstelle für Mediensuchtprävention und ein eigenes Referat im Ministerium. Man fragt sich, wie viele bezahlte Händestreichler es eigentlich noch in den Schulen braucht. Machen wir kein Geheimnis daraus: Das ist kein Antrag. Das ist eine Bewerbungsliste für SPD-nahe Versorgungsposten. Ein Sammelsurium von Projektbudgets und Festanstellungen – bezahlt vom Steuerzahler, verwaltet vom Parteiapparat und gerechtfertigt mit pädagogischer Schaumschlägerei. Sobald dieser Apparat wächst, wächst auch die staatliche Kontrolle. Denn natürlich sollen Jugendliche medienkompetent werden und den eigenen Umgang mit dem Handy lernen. Aber wehe, sie äußern dann eine eigene Meinung auf Twitter, die vom Zeitgeist abweicht, oder teilen gar das Video der Rede des AfD-Abgeordneten Schalley. Da schleicht sich dann ganz unauffällig das Lieblingswort der linken Medienpädagogik ein: Fake News. 22.05.2025 Was als Kampf gegen Desinformation daherkommt, ist in Wahrheit ein Kampf gegen abweichende Meinungen in der Schülerschaft. Die lebendige Diskussion weicht logischerweise in die sozialen Medien aus, die politisch verteufelt werden, weil dort finstere Tech-Milliardäre zum eigenen Vorteil die Algorithmen manipulieren würden. Aber wohin soll sie sonst ausweichen? Das Establishment hat fast alle öffentlichen Podien geschlossen. Auch die Schule, in der eigentlich kritisches Denken und Diskurs gelernt und gelebt werden sollte, ist zum Ort der Indoktrination geworden. Heino Bosselmann bringt es treffend auf den Punkt: „Bekenntnis-zu ist“ mittlerweile „wichtiger als Wissenüber oder gar die Herausbildung einer differenzierend-kritischen Urteilskraft“. Nonkonforme Stimmen sollen im digitalen Raum verstummen. Als medienkompetent gilt nämlich, wer möglichst viele linke Narrative nachplappert. Was unsere Kinder brauchen, ist kein medialer Schutzraum, sondern klare Ansagen, Autoritäten im Klassenzimmer und vor allem den Willen, unsere Schulen wieder zu Orten zu machen, die auf das Leben vorbereiten und nicht auf den nächsten Achtsamkeitsworkshop. Statt TikTok-Zeit zu begrenzen oder die Handys in der Schule einzusammeln, machen wir Schulen besser wieder zu Orten, wo Leistung zählt, wo Respekt gilt und wo das Staatsgeld in Bildung fließt, anstatt in Ideologisierung oder Versorgungspöstchen für Parteigänger. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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