Christian Loose
Frau Präsidentin, wenn ich darf, möchte ich auch auf die Frage von Herrn Stinka ausführlich antworten. – Diese Frage zeigt, dass Sie nicht verstehen, wie Unternehmer denken. (Beifall von der AfD – Kirsten Stich [SPD]: Un- fassbar! Das ist unfassbar! – André Stinka [SPD]: Aber Sie!) 21.05.2025 Herr Stinka, die Unternehmer denken in Renditen und nicht in Arbeitsplätzen. Wenn Sie es den Unternehmern erlauben, die Renditen zu erhöhen, dann werden sie das machen. Das ist die Situation. Die Vorstände zum Beispiel in Hannover, die Sie ansprechen, sind doch Ihre Kollegen. (André Stinka [SPD]: Ach so!) Die haben das entschieden. (Beifall von der AfD) Es waren Ihre Kollegen von der SPD in den Aufsichtsraten. Auch von den Grünen war eine Autohasserin im Aufsichtsrat. (Kirsten Stich [SPD]: Eine Autohasserin?!) Die haben das doch alles mitentschieden. Also, was Sie bezüglich der Unternehmen vorwerfen, … (André Stinka [SPD]: Ich spreche von Vorstän- den, Herr Loose! Sie kennen nicht einmal den Unterschied!) – Die Aufsichtsräte entscheiden ja mit, Herr Stinka, und wenn das Land Niedersachsen Anteile an VW hat, dann bestimmen sie auch den Vorstand mit. – Also, noch einmal, um Ihre Frage zu beantworten: Die Unternehmer denken natürlich unternehmerisch; man muss ihnen das gar nicht unterstellen. Sie produzieren günstig (André Stinka [SPD]: Wir stellen fest: Sie wei- chen aus, Herr Loose!) und mit hoher Rendite, und das machen sie dort, wo sie es am günstigsten machen können. Wenn Sie es den Unternehmern erlauben, ins Ausland zu gehen, ohne dass die Gewerkschaften aufbrüllen, was Sie ja nicht getan haben, dann ist das am Ende ein gutes Geschäft für Unternehmen. Ein schlechtes Geschäft, das Sie dort betrieben haben, ist es übrigens für Deutschland. Wenn Sie für Deutschland ein gutes Geschäft hätten machen wollen, hätten Sie die CO -Strafen in der EU nicht zugelassen. Sie hätten den Deutschen auch die Entwicklung von weiteren Verbrennungsmotoren zugestanden. Dann hätten wir diese Automobilkrise jetzt nicht. Sie haben unsere beste und größte Industrie mit Ihrer Politik komplett vernichtet und wollen es jetzt nicht mehr wahrhaben. (Beifall von der AfD) Ich komme zurück zur Rede. Am Ende zahlt auch der Schichtarbeiter, der sich aufgrund dieser höheren Zahlen, dieser höheren Steuern das Gebrauchtauto nicht mehr leisten kann, die Zeche für Ihre Politik, für die Politik der SPD. Doch es wird noch absurder. Für die Massen-E-Mobilität fehlt nicht nur der Strom, Landtag sondern insbesondere auf lokaler Ebene auch ein dafür geeignetes Stromnetz. Ich nenne ein einfaches Rechenbeispiel. Wenn eine Million E-Autos an einer 11-kW-Wallbox laden, haben Sie dort eine Ladeleistung von 11 Gigawatt. Die letzten sieben Kernkraftwerke, die Sie alle gemeinschaftlich mit Ihren Entscheidungen abgeschaltet haben, hatten eine Leistung von 10 Gigawatt. Sie bringen uns hier neue Verbraucher, die 11 Gigawatt benötigen würden, und jetzt sollen auch noch die letzten Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Man weiß gar nicht mehr, ob man bei so viel Dummheit lachen oder weinen soll. (Zuruf von Stefan Engstfeld [GRÜNE]) Die Realität ist, dass diese Elektromobilität ein teures Luftschloss ist. Sie ist ökologisch zweifelhaft, ökonomisch unsinnig und sozial ein Desaster. Die SPD hat die Arbeiter bei Ford direkt in diese E-Auto-Falle geführt; in eine Sackgasse, die Arbeitslosigkeit bedeutet. Die IG Metall trägt Mitschuld. Statt die Interessen der Beschäftigten zu verteidigen, ist sie zum willigen Erfüllungsgehilfen der SPD geworden und marschiert blindlings in den Niedergang der Elektromobilität. Nun fordern Sie einen Fahrplan. Nein, meine Damen und Herren, was es jetzt braucht, ist kein weiterer Fahrplan ins Nichts, sondern es braucht endlich einen klaren Kurswechsel: Schluss mit ideologischen Verboten, Schluss mit der Subvention einer Technologie, die sich seit 1888 nicht durchsetzen konnte. Stattdessen bedarf es einer technologieoffenen Industriepolitik, die den Menschen dient und unseren Industriestandort wieder stärkt. Die Menschen in diesem Land brauchen keine teuren Elektro-SUVs für Besserverdiener, sondern sie brauchen eine bezahlbare Mobilität, sichere Arbeitsplätze und eine wirtschaftliche Perspektive. Deshalb lehnen wir diesen Antrag entschieden ab und kämpfen stattdessen für Freiheit, Wohlstand und Vernunft. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)
