André Stinka
Bei einem Wissenschaftler, der so formuliert und von Korruption spricht, habe ich Zweifel an der Seriosität. (Lachen und Zuruf von Christian Loose [AfD]: Immerhin Nobelpreisträger von 2022!) Ich will es noch mal ganz deutlich sagen: Es besteht im Moment das Phänomen, dass Sie auf einer Autobahn fahren und glauben, dass alle, die entgegenkommen, die Geisterfahrer seien. – Nein, die AfD-Fraktion ist der Geisterfahrer. (Beifall von der SPD) Wissen Sie: Wer sich seriös – Herr Loose, ich habe manchmal Zweifel, ob Sie wirklich mit der Wirtschaft reden – mit den Vorständen von Evonik und anderen Unternehmen der Energiewirtschaft usw. unterhält, der weiß, dass sie Geschäftsfelder suchen und Effizienztechniken und hohe Energiepreise in NRW immer Fakt waren. Wer sich dann noch hier hinstellt und sagt, das seien Folgen der momentanen Klimapolitik, der hat unter anderem nicht gelesen, was das Institut der deutschen Wirtschaft noch im Februar dieses Jahres deutlich gemacht hat, nämlich dass wir seit 25 Jahren Wachstumsproblematiken in Deutschland haben. Das hat mit Investitionen und Forschung zu tun. (Lachen von Christian Loose [AfD]) Wer auch noch das Institut der deutschen Wirtschaft, das wirklich keine Vorfeldorganisation der SPD ist, leugnet, bei dem weiß ich nicht, was ich noch mit ihm reden soll, Herr Loose. Potsdam-Institut ist falsch, Max-Planck-Institut ist falsch und Institut der deutschen Wirtschaft auch. Da kann ich nur sagen: Bleiben Sie in Ihrem Elfenbeinturm von kruden, braunen Ideen. Das hat mit der Realität in diesem Land aber nichts zu tun, Herr Loose. (Beifall von der SPD und den GRÜNEN – Christian Loose [AfD]: Braun überlassen wir Ihnen!) Zum Abschluss. Ich bin sehr dankbar, dass sich trotz Trump nach wie vor Menschen zusammenfinden und ihre globale Verantwortung übernehmen und dass wir uns dieser Aufgabe stellen. Deswegen bin ich Politiker geworden. Wir können den Kopf vor Fragen, die wir haben, nicht in den Sand stecken. Ich kann mich noch gut an zwei Dinge erinnern, die fast die Welt zum Einstürzen gebracht haben. Landtag Ich bin noch in einer Zeit groß geworden, in der viele Städte nicht an Kläranlagen angeschlossen waren, beispielsweise Dülmen, meine Heimatstadt. Damals wurde gesagt: Wir müssen 5 bis 6 Milliarden D-Mark in die Hand nehmen. – Das war für viele der Untergang der Welt. Ich bin dankbar, dass ich mit Frau Dr. Peill zu Beginn der Legislatur Fische in den Rhein setzen konnte und der Rhein nicht mehr schäumte, weil wir immer für die Lebensqualitätsverbesserung gearbeitet haben. Zweiter Punkt: Katalysatoreinführung. Sie war der Untergang des Abendlandes. Es war alles katastrophal. Ich bin dankbar, dass heute Kinder und Menschen nicht an Straßen mit bleihaltiger Luft leben müssen. (Vereinzelt Beifall von der SPD und den GRÜNEN – Beifall von Dr. Patricia Peill [CDU]) Dabei bleibe ich, und dafür bin ich Politiker geworden. Das werde ich nach wie vor auch hier durchsetzen. Beim Klimaschutz ist es genauso. Die Wirtschaft hat sich in Deutschland immer daran orientiert, Qualität, Service und hervorragende Produkte nach vorne zu bringen. Wir waren immer ein teurer Standort. Wer das ignoriert und wer Donald Trump folgt, der wird im Chaos enden – genau wie Sie. – Vielen Dank. (Beifall von der SPD, den GRÜNEN und Dr. Patricia Peill [CDU])
