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Jens-Peter Nettekoven

CDU 26.03.2025 Sitzungen 18/91

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bei dem Thema „skrupellose Influencer“ musste ich ein bisschen schmunzeln. Wenn Sie dieses Video in den sozialen Medien hochladen, dann bin ich mal gespannt, wie die Influencer darauf reagieren. Landtag (Beifall von der CDU, der SPD, den GRÜNEN und Angela Freimuth [FDP]) Der Missbrauch von SARM im Freizeitsport ist zweifellos ein ernstes Problem. Die gesundheitlichen Risiken sind erheblich, besonders für Jugendliche. Wir nehmen dieses Thema ernst. Doch der Antrag der AfD greift zu kurz, weil er auf bereits bestehenden Regelungen aufbaut und keine langfristig wirksamen Lösungen bietet. Punkt 1: illegale Anbieter stärker verfolgen und sanktionieren. Das ist längst gesetzlich geregelt. Das Handeln mit SARM unterliegt dem Anti-Doping-Gesetz und wird strafrechtlich verfolgt. Statt überflüssiger neuer Regeln brauchen wir eine konsequente Durchsetzung der bestehenden Gesetze, insbesondere durch effektivere Kontrollen des Onlinehandels. Punkt 2: NRW-Sportverbänden Handlungsempfehlungen geben. Eine pauschale Empfehlung bringt wenig. Wir setzen auf den Dialog mit den Sportverbänden, um gemeinsam praxisnahe, passgenaue Lösungen zu entwickeln, die direkt bei den Sportlerinnen und Sportlern ankommen. Punkt 3: Aufklärungskampagne starten, aber umfassend. Aufklärung ist entscheidend, aber nicht isoliert. Der Landessportbund NRW verfolgt bereits einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem verschiedene Themen zusammengedacht werden. Dabei geht es nicht nur um Anti-Doping, sondern auch um Gewaltprävention im Sport – etwa durch das Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt –, Prävention von Verletzungen durch sichere Trainingsmethoden und Ernährungsbildung für einen gesunden und dopingfreien Lebensstil. Diese breite Betrachtung fördert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern stärkt auch das Bewusstsein für fairen und dopingfreien Sport. Das ist der richtige Weg, nicht der isolierte Blick auf ein einzelnes Thema. Fazit: Wir lehnen den Antrag ab, weil er oberflächlich bleibt. Unsere Strategie setzt auf eine umfassende Prävention, gezielte Aufklärung, konsequente Strafverfolgung und die aktive Einbindung der Sportverbände. Nur so können wir den Missbrauch von SARM im Freizeitsport langfristig und wirksam bekämpfen und bei anderen Herausforderungen agieren. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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