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Meral Thoms

GRÜNE 26.03.2025 Sitzungen 18/91

Gerne im Nachgang. Ja, auch die Kinder und die Jugendlichen haben zur Dynamik des Krankheitsgeschehens beigetragen. Heute wissen wir, dass sich die Schulschließungen massiv auf die mentale Gesundheit der Kinder und Jugendlichen ausgewirkt haben. Die fehlende Digitalisierung unserer Schulen hat ein Zusätzliches dazu getan. Besonders Kinder aus benachteiligten Familien waren betroffen. Auch beim Besuchsrecht in Pflegeheimen hätten wir bessere Lösungen finden müssen, um die Älteren vor Isolation und Einsamkeit zu schützen. Gleichzeitig – auch das müssen wir bedenken – führten die Ausbrüche in Pflegeheimen insbesondere zu Beginn der Pandemie zu sehr vielen Todesfällen, gerade in der vulnerablen Gruppe der Hochaltrigen. Wir sehen also: Auch im Nachhinein, auch heute sind die Abwägungen nicht leicht. Einfache Lösungen wird es auch bei der nächsten Pandemie nicht geben. 26.03.2025 Trotzdem gilt, dass Kinder, Alte und Pflegebedürftige den höchsten Preis gezahlt haben. Diese Erfahrung dürfen wir nicht vergessen. Wir müssen daraus für die nächste Pandemie lernen. (Beifall von den GRÜNEN und der CDU) Die Enquetekommission „Krisen- und Notfallmanagement“ soll nun Lehren für die Zukunft ziehen. Sie wurde von der AfD angestoßen – der Partei, die in der Pandemie Desinformationen und Hetze verbreitet und so die Bevölkerung noch zusätzlich verunsichert hat. Und warum? Um daraus politischen Profit zu schlagen. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Die inhaltliche Arbeit in der Enquete wird von den demokratischen Fraktionen vorangetrieben. – Deswegen bin ich zuversichtlich, dass wir am Ende mit einem guten und einem an der Sache orientierten Bericht rechnen können. Zum Schluss noch zwei Dinge. Ich danke den vielen mutigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die uns mit ihrer Expertise während der Pandemie begleitet und dafür allzu oft persönlichen Anfeindungen standgehalten haben. (Beifall von Dr. Ralf Nolten [CDU]) Und ich erinnere daran, dass viele Menschen mit Post-COVID auch heute noch erheblich unter den Folgen der Infektion leiden. Auch heute noch ist die Versorgungslage bei Post-COVID schwierig. Eine evidenzbasierte Therapie fehlt weiterhin. Wir als Politik gemeinsam mit den Verbänden und der Selbsthilfe müssen dranbleiben, um die Versorgung schrittweise zu verbessern. Genau das werden wir tun. – Vielen Dank. (Beifall von den GRÜNEN – Vereinzelt Beifall von der CDU)

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