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Dr. Martin Vincentz

AfD 26.03.2025 Sitzungen 18/91

Vielen Dank. – Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Spätestens seit Ignaz Semmelweis – das muss gegen 1860 gewesen sein – wissen wir, dass es Tierchen gibt, die wir mit dem bloßen Auge nicht sehen können. Wie hat damals eigentlich die etablierte Wissenschaft – die Wissenschaft, wie einige sagen – auf diese Entdeckung reagiert? Man hat ihn lächerlich gemacht. Man hat ihn so sehr lächerlich gemacht, dass man ihn am Ende in eine Psychiatrie eingewiesen hat, wo er unter bis heute ungeklärten Umständen verstorben ist. Dieser damalige Querdenker hat eine Wahrheit ausgesprochen, die man als Fake News brandmarkte. Er musste dafür höchstwahrscheinlich sein Leben geben. Das kommt Ihnen bekannt vor? Mir auch. 26.03.2025 Seitdem weiß man ein bisschen mehr über diese Tierchen, unter anderem, dass sie sehr unterschiedliche Eigenschaften haben. Das liegt an ihrer Hülle, falls eine vorhanden ist, an verschiedenen Proteinen, mit denen sie sich Zugang zu den menschlichen Zellen verschaffen können, an der Erbinformation, die in diesen Viren vorhanden ist. Dank einer nicht ganz so klug formulierten Biowaffenkonvention gibt es seit den 1970er-Jahren Forschungen an diesen Viren, weil sie nicht wirklich zu Lebendem, also zum Biologischen zählen, sondern irgendetwas zwischen lebendig und tot sind. Zuerst in russischen Laboren, aber sicherlich auch bei unseren Verbündeten, gab es einige Untersuchungen dazu, wie man verschiedene Stämme effektiver machen kann. Sogenannte Gain-of-Function-Mutationen wurden getestet und seitdem überall auf der Welt weidlich erforscht. Sie können sich vielleicht daran erinnern, dass in Zeiten der COVID-19-Pandemie eine Reihe von Wissenschaftlern auf den Plan getreten ist und gesagt hat: Wäre es nicht möglich, dass dieses Tierchen aus diesem Biolabor dort in Wuhan ausgebrochen ist? – Was ist mit ihnen passiert? Man hat sie angegriffen, man hat sie lächerlich gemacht. Seit den frühen 2020er-Jahren wussten allerdings unter anderem der BND, die CIA, das FBI und höchstwahrscheinlich noch ein bunter Blumenstrauß an internationalen Sicherheitsbehörden, dass es höchstwahrscheinlich genau aus diesem Labor ausgebrochen ist. Was darauf folgte, wissen Sie alle; Sie können sich gut daran erinnern. Dieser Tage jährt sich der Lockdown in Deutschland zum fünften Mal. Hätten Sie den Leuten damals zu erklären versucht, dass dort ein Tierchen aus einem Bio-, in Klammern: -waffen, - labor ausgebrochen ist, dann hätte man wahrscheinlich verstanden, warum man sich erst einmal in Deckung begibt, bevor Näheres über dieses Tierchen bekannt ist. Denn tatsächlich sind einige der näheren Verwandten von SARS, in diesem Fall COVID-19, ganz schön tödlich. Wenn man sich vorstellt, dass in einem Labor unter Ausschluss der Öffentlichkeit diesem Virus unter Umständen neue Funktionen, neue Eigenschaften zugefügt wurden und wir deshalb beispielsweise ein MERS hätten, das deutlich infektiöser wäre, dann wären wir gut beraten gewesen, erst einmal in Deckung zu gehen. Sie haben das aber nicht so kommuniziert. Es gibt heute sogar Hinweise darauf, dass aus dem Bundesministerium des Innern gezielt Angst verbreitet wurde, um die Menschen Ihren Maßnahmen gegenüber hörig zu machen. All das ist für uns Anlass gewesen, noch einmal nachzufragen. Wir lassen da nicht locker, weil die Maßnahmen, die dann folgten, sich nicht nur mittlerweile bzw. retroperspektivisch als klar falsch heraus-Landtag stellten, sondern weil man das damals schon wissen konnte und weil sie auf grundlegend falschen Annahmen beruhten. Wenn wir nicht einen Schritt nach vorn gehen und nicht dazu bereit sind, uns das parlamentarisch genauer anzuschauen und aufzuarbeiten, wogegen Sie allesamt sich sehr beharrlich wehren, dann machen wir diese Fehler demnächst wieder. Die wissenschaftlichen Institutionen wehren sich teilweise heute dagegen, von Ihnen in dieser Art und Weise in Beschlag genommen zu werden. Lothar Wieler – der Name ist Ihnen vielleicht noch bekannt – hat sich dieser Tage dagegen verwahrt, dass das Robert Koch-Institut eben doch allzu oft politisch weisungsgebunden war und es nicht die Wissenschaft war, der wir folgen sollten. Vielmehr war es die Politik, die uns etwas mitgegeben hat. Wenn wir uns also nicht dagegen wehren, wenn wir es nicht zumindest noch einmal unter die Lupe nehmen und genauer betrachten, dann gibt es an diesen Stellen keine Verbesserung. Dann werden Sie diesen namhaften wissenschaftlichen Institutionen – sei es das Robert Koch-Institut, das Paul-Ehrlich-Institut oder die Leopoldina – einen Bärendienst erwiesen haben, denn irgendwann wird die nächste Pandemie kommen. Und dann wird es unter Umständen notwendig sein, dass genau diese Institutionen die Menschen dazu auffordern, sich impfen zu lassen. Wie viele machen das denn, wenn Sie nach dem Wolf rufen, nachdem Sie schon vergeblich vor dem Wolf gewarnt haben? (Zuruf von Thorsten Klute [SPD]) Tatsächlich zeigt sich schon heute in sehr dramatischer Art und Weise bei vielen klassischen, gut implementierten und gut untersuchten Impfungen eine absolute Impfmüdigkeit, und zwar nicht nur in den traditionellen Milieus, sondern in immer breiter werdenden Teilen der Gesellschaft. Was Sie dort angerichtet haben, geht weit über das hinaus, was mit COVID-19 eigentlich an sich verbunden ist. Die psychischen Belastungen für die jungen Kinder baden wir bis heute aus, sie bestehen bis heute. Wenn Sie also weiterhin verweigern, dort genauer hinzuschauen, dann versündigen Sie sich extrem, nicht nur an den Kindern, sondern an der ganzen Gesellschaft. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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