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Zacharias Schalley

AfD 26.03.2025 Sitzungen 18/91

Frau Präsidentin! Werte Damen und Herren! Was bringt Tierheime zum Überlaufen? Glaubt man CDU und Grünen, sind es die wieder regulären Arbeitsbedingungen nach der Pandemie – eine sehr kreative Analyse. Da fragt man sich ja fast, wie die Leute sich jemals um ihre Haustiere kümmern konnten, bevor man sie in den Erkältungshausarrest gesperrt hat. Offenbar muss man die Menschen deprimiert zu Hause einsperren, damit ihre Hunde nicht verwahrlosen. Was die Verräter-Union und ihre grünen Frauchen, Herrchen und … – gibt es eigentlich ein gendersensibles Wort für transsexuelle Hundehalter? – verschweigen, ist die Neufassung der Gebührenordnung für Tierarztkosten vor drei Jahren. (Thorsten Klute [SPD]: Zum Thema bitte!) Quasi über Nacht wurden Tierarztbesuche mal eben um 30 % teurer. Da überlegen sich die Tierhalter angesichts von Inflation und massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten, ob die Wurmkur nicht ausfallen kann oder man das Tier direkt im Tierheim abgibt. Wer hätte es gedacht? Wenn Tierhaltung teurer wird, können sich weniger Leute Tiere leisten. Verblüffend! Dann wundert man sich tatsächlich, warum auch die Tierheime sich kaum noch über Wasser halten können. Von einem Tierschutzverein aus Saarbrücken hieß es, es würden auch wegen der neuen Gebührenordnung keine Hunde mehr an Menschen ohne Job vermittelt. Vom Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes heißt es, die Zahl der aus finanziellen Gründen in Tierheimen abgegebenen Tiere sei stark gestiegen. Nicht nur die Gebühren für Tierärzte sind nämlich gestiegen, die gesamten Haltungskosten sind gestiegen. Futtermittel sind letztes Jahr um 17 % teurer geworden. Durch die Hundesteuer werden regelmäßig 421 Millionen Euro den klammen Kommunen in die Kassen gespült bzw. den Haltern aus der Tasche gezogen. Charmant, wie sie ist, unterstellt die CDU den Betreibern der Tierheime durch die Blume unternehmerisches Versagen und will den Tierheimbetreibern eine Wirtschaftsberatung zur Seite stellen. Vielleicht hätten Sie selbst eine Wirtschaftsberatung gebraucht, bevor Sie Schulden von über 1 Billion Euro machen. Ich bin gespannt, ob von dieser Billion überhaupt etwas zu den Tierheimen durchsickert, denn diese sind – nur zur Erinnerung – kommunale Pflichtaufgabe und damit Teil der Infrastruktur. Wenn es nicht zahllose Ehrenamtler geben würde, müssten die Kommunen die gesamten Kosten selber tragen, also Personal, Futter, Immobilien etc. komplett allein bezahlen. Diesen Ehrenamtlern macht 26.03.2025 man jetzt ihre vermeintlich mangelnden BWL-Kenntnisse zum Vorwurf. Sie fordern einen Stopp des zwielichtigen Onlinehandels von Hinterhofzüchtungen. Dabei sind Sie dafür doch mitverantwortlich. Seriösen Züchtern in Deutschland und NRW werden gigantische bürokratische Steine in den Weg gelegt – (Norwich Rüße [GRÜNE]: Das ist doch Quatsch!) Gesundheitszertifikate, Wurfplanungen, Werbehürden, Genehmigungen und Kontrollen von Veterinäramt und Tierärztekammern ab drei Hunden oder drei Würfen pro Jahr –, nur damit am Ende ein ahnungsloser Grüner wie Herr Rüße behaupten kann, (Norwich Rüße [GRÜNE]: Dass Sie keine Ah- nung haben, unterscheidet uns beide!) dass diese oder jene Rasse eine Qualzucht darstelle und sowieso verboten gehöre. Was wir hier erleben, ist die klassische Geldstrafe für Ehrlichkeit. Seriöse Züchter kämpfen gegen eine bürokratische Hydra, während die Schwarzmarktanbieter ungehindert Reibach machen. Ihre Lösung – wen wundert es? –: mehr Datenbanken, mehr Zettelwirtschaft, mehr Bürokratie. Wenn Hunde aus Kofferräumen an der Autobahnraststätte verscherbelt werden, dann ist dem Tierschutz mit nichts besser geholfen als mit ein paar mehr Aktenordnern in einem Büroschrank, so offenbar die Linie der Grünen. Wenn es um die Vierbeiner geht, frage ich mich auch, ob Sie absichtlich die Falschen schützen oder Ihnen domestizierte Arten einfach zu langweilig sind. Erst vor wenigen Tagen haben Jäger einhellig davor gewarnt, mit dem Hund im Wald spazieren zu gehen, weil man mittlerweile selbst in meinem Heimatkreis Neuss, aber auch in Bottrop oder Mettmann Gefahr läuft, aggressiven Wölfen beim Gassigehen zu begegnen. (Norwich Rüße [GRÜNE]: Oh Gott!) Inwieweit es den ohnehin schon überfüllten Tierheimen helfen wird, wenn es mehr verstümmelte Haushunde durch Wolfsangriffe gibt, das müsste mir ein CDUler noch einmal erklären. Aber gut, vielleicht sehen Sie das als eine innovative Maßnahme zur Bekämpfung der Klimasünde Haustier. Wie ist eigentlich die CO -Bilanz von Hunden, Herr Rüße? (Norwich Rüße [GRÜNE]: Oh! – Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE]: Es gibt doch kein CO -Problem bei der AfD! Das macht doch die Sonne!) Unter dem tierfreundlichen Deckmantel dieses Antrags verbirgt sich nichts außer Bürokratisierung, Datensammlung und Wichtigtuerei. Landtag (Thorsten Klute [SPD]: Zum Thema bitte!) Geschützt werden einzig und allein die Kröten und Mäuse in den Brieftaschen der Bürokraten, und diese sind wahrlich keine seltenen, gefährdeten Arten. Dass die SPD einen Entschließungsantrag zur Erleichterung des Imports von rumänischen Straßenhunden in die deutschen Tierheime nachschiebt, verwundert bei dieser Gutmenschenpartei auch nicht mehr. Mit diesem Antrag könnte man höchstens die Box der Welpen auslegen, die noch nicht stubenrein sind. (Norwich Rüße [GRÜNE]: Welche Pilze waren das heute Morgen?) Daher ist dazu genug gesagt. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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