Bernhard Hoppe-Biermeyer
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Antrag der AfD beschäftigt sich mal wieder mit einigen ihrer Lieblingsthemen: der Coronapandemie, sexuellen Übergriffen und Gewalt als Folge der Migration. Verpackt sind diese Themen diesmal in einem Antrag, der den Personalmangel in Freibädern zum Thema hat. Damit beschäftigt sich der Antrag auch in der ersten Hälfte. Hinten raus wird es dann aber wieder typisch AfD: Die Freibadsituation wird von der AfD missbraucht, um pauschal zu verurteilen und Hetze zu betreiben. Der Personalmangel in Freibädern ist ein Problem. Aber damit, dass sie behauptet, die Schuld für diese Misere liege hauptsächlich bei den früheren Coronamaßnahmen, der illegalen Migration oder angeblich fehlender politischer Weitsicht, macht die AfD es sich zu einfach. Der Personalmangel ist kein exklusives Problem der Freibäder, sondern betrifft zahlreiche Branchen in unserem Land. Insbesondere das Handwerk und der soziale Bereich spüren den akuten Fachkräftemangel, aber auch in den MINT-Berufen werden Fachkräfte gesucht. Die Bedeutung der Freibäder, insbesondere für das Erlangen der Schwimmfähigkeit, ist der NRW-Landesregierung bewusst. Sie hat bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Situation in den Bädern zu verbessern und die Schwimmfähigkeit der Bevölkerung zu fördern. Das Förderprogramm „NRW kann schwimmen!“ wurde zum Beispiel bis 2028 verlängert und bietet Kindern die Möglichkeit, in den Schulferien schwimmen zu lernen. Es richtet sich insbesondere an Kinder, die während der Coronapandemie keinen Schwimmunterricht erhalten konnten. Auf kommunaler Ebene können auch kreative Lösungen helfen. In meiner Heimatstadt Delbrück helfen zum Beispiel zu Rettungsschwimmern ausgebildete Freiwilligendienstleistende beim Schwimmunterricht der Schulen oder Ehrenamtliche der DLRG unterstützen den Schwimmunterricht. Der Überweisung in den Sportausschuss stimmen wir natürlich zu. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU)
