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Andreas Keith

AfD 31.01.2025 Sitzungen 18/88

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte mit Ihnen eine kleine Zeitreise machen – eine Zeitreise in den Hochsommer. Stellen Sie sich vor, es ist Wochenende, die Sonne scheint, und der Schweiß läuft Ihnen nur so runter. Was tun Sie? Sie schnappen sich Ihre Kinder und steuern das nächste Freibad an. Vor Ort wundern Sie sich schnell über die vielen freien Parkplätze, statt langer Schlangen am Eingang herrscht gähnende Leere. Dann erkennen Sie den Aushang am Kassenhäuschen: Wegen Personalmangel geschlossen. In vielen Freibädern in Nordrhein-Westfalen hat es dieses Szenario schon gegeben. 2023 öffneten die Schwimmbäder in Leverkusen und Bergisch Gladbach erst um 13 Uhr, während das Blütenbad in Leichlingen die gesamten Sommerferien über samstags geschlossen blieb. Das Freibad in Homberg in Duisburg blieb wegen Personalnot sogar wochenlang zugesperrt. Der Bäderatlas der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen zählt aktuell 5.554 Frei-, Hallen- und Kombi-Bäder. Deutschlandweit werden rund 10.000 Bäderfachangestellte für den geregelten Betrieb dieser Bäder dringend gesucht. Wie kann das sein, obwohl Sie, die Parteien der illegalen Migration, seit nunmehr zehn Jahren Millionen sogenannter Fachkräfte in das Land gelotst haben? In das Freibad gehen die Fachkräfte durchaus, nur eben meist nicht als Schwimmmeister, sondern oft als Pöbler und Randalierer. (Thorsten Klute [SPD]: Jetzt kommen Sie aber ganz schön ins Schwimmen!) Wer über 11.000 Euro im Monat bezieht und sich im Sommer im Privatpool im eigenen Garten abkühlen kann, dem können diese Zustände in unseren Freibädern freilich egal sein. (Zuruf von der SPD) Diesen Luxus können sich normale Bürger und Angestellte aber nicht leisten. Beleidigungen, Spuck-, Grabsch- und Prügelattacken führen zu hohen Krankenständen beim Badepersonal. Die psychische Belastung ist enorm. 31.01.2025 Bademeister sein, das war einmal. Heute braucht man Sozialarbeiter mit Training in interkultureller Kompetenz, und Kenntnisse in Selbstverteidigung schaden sicherlich auch nicht. Dabei war der eigentlich schöne Beruf schon vorher nicht sehr begehrt. Ein geringes Einstiegsgehalt, Wochenendarbeit und schlechte Aufstiegschancen sorgen seit Jahren dafür, dass sich nur noch wenige junge Leute dafür entscheiden. Lediglich 30 % der Auszubildenden bleiben dem Beruf nach ihrer Ausbildung treu. Vor fünf Jahren haben Sie den Bädern dann endgültig den Stöpsel gezogen. Ihre Coronamaßnahmen – davor hatte ich hier immer wieder gewarnt – haben der Personalsituation den Rest gegeben. Wir erinnern uns: Am 22. März 2020 begann in Deutschland der erste Coronalockdown. Sie alle hier machten mit. Es folgten Wochen und Monate der Ungewissheit, ohne Arbeit und mit deutlich weniger Lohn für die Bäderfachangestellten. Ab November 2020 dann der Lockdown light. Es folgten der Wellenbrecherlockdown und Armin Laschets irrer Brückenlockdown – alles mit ihrer Zustimmung. Mit diesen nutzlosen, überzogenen und freiheitseinschränkenden Maßnahmen haben Sie Tausende von Bäderfachangestellten, wie auch Trainer, Übungsleiter und Ehrenamtler aus ihren Berufen und Vereinen getrieben. Werte Kollegen, der Personalmangel in den Freibädern ist nichts, was es schon immer gegeben hat. Es handelt sich um einen Zustand, der erst in den letzten Jahren immer größere Dimensionen erreicht hat. Die Bademeister haben es schlichtweg satt, die Probleme, die Sie mit ihrer Migrations- und Coronapolitik geschaffen haben, ausbaden zu müssen. Mit unserem Antrag wollen wir neue Anreize schaffen, damit wieder mehr Menschen diesen eigentlich schönen Beruf erlernen. Mit einem Förderprogramm könnten finanzschwache Kommunen durch höhere Löhne, unbefristete Arbeitsverträge und Zulagen das Personal gewinnen, das ihre Freibäder brauchen. Mit einer Rekrutierungskampagne nach dem Vorbild der Stadt Duisburg könnte das Land in Schulen, Vereinen, auf Jobmessen und in sozialen Medien für den Beruf werben. Mit einem Stipendienprogramm könnten wir junge Leute motivieren, nach dem Studium bzw. der Ausbildung für eine bestimmte Zeit als Rettungsschwimmer auszuhelfen. Geld für diese Maßnahmen ist genug da. Man müsste es nur endlich sinnvoll und an der richtigen Stelle ausgeben. Schwimmbäder gehören zur kommunalen Daseinsvorsorge. Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass sie öffnen können und nicht wegen Personalmangels absaufen. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD) Landtag

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