Zacharias Schalley
Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Vorweg eine Triggerwarnung: Familie besteht aus Vater, Mutter und Kindern. (Rodion Bakum [SPD]: Lüge!) Ja, wir bekennen uns zum klassischen Familienbild. Bevor Sie gleich in wutentbranntes Entsetzen verfallen: Das heißt natürlich nicht, dass wir andere Familienkonstellationen verurteilen oder gar ausschließen. Bestes Beispiel dafür ist unsere Bundesvorsitzende und Kanzlerkandidatin, Frau Dr. Alice Weidel. Wogegen wir uns jedoch entschieden aussprechen, ist Ihre bizarre Familienpolitik, die die traditionellen Familienwerte aufweicht. Wenn alles Familie ist, dann ist nichts mehr Familie. Möglichst viele Kita-Plätze zu schaffen und Kinder so früh wie möglich aus dem familiären Umfeld herauszulösen, möglicherweise aus Angst, dass dort die falschen Werte 30.01.2025 vermittelt werden könnten, ist vieles, aber keine Familienpolitik. Wir wollen aber nicht, dass Nordrhein-Westfalen weiterhin den Griffeln einer ideologisch verblendeten Politik überlassen wird, die unsere Familien als Störfaktor bei der Schaffung eines neuen Menschen oder gar als Keimzelle des Faschismus ansieht. Schauen wir auf die Realität. Unsere Familien werden von einer kaltherzigen Politik im Stich gelassen. Es gibt kaputtgesparte Kitas, überforderte Eltern und eine Politik, die Familien nur noch als ökonomische Gemeinschaft zur Erwirtschaftung von Steuern betrachtet, liebe FDP. Sparmaßnahmen, Kürzungen und kaltes Desinteresse sind das Fundament schwarz-grüner Familienpolitik. Familien werden bereits seit Jahren zugunsten von ausgedachten Minderheiten und gewalttätigen Asylanten vernachlässigt. Wir als AfD stehen hingegen für eine Politik, die Familien wieder in den Mittelpunkt stellt. Das bedeutet erstens: Wahlfreiheit für Eltern bei der Betreuung. Wir sagen Nein zu einer Politik, die Eltern dazu zwingt, ihre Kinder schon im Alter von einem Jahr in Kitas abzugeben, weil sie sonst nicht mehr über die Runden kommen. (Zuruf von Marcel Hafke [FDP]) Es muss wieder möglich sein, dass Eltern frei zwischen einer Betreuung zu Hause oder in der Kita entscheiden können. Das bedeutet zweitens: ein Ende des Kita-Chaos. Natürlich braucht es ein gut ausgestattetes Kita-System, in dem qualitativ hochwertige Standards eingehalten werden können und Kinderschutz hochgehalten wird. Die Zustände in unseren Kitas sind aber inakzeptabel. Eltern stehen vor verschlossenen Türen, weil Gruppen aufgelöst werden oder die Betreuung schlicht nicht mehr möglich ist. Überforderte Erzieher kämpfen gegen Windmühlen. Wir brauchen eine echte Reform des KiBiz, die Qualität statt Quantität ins Zentrum stellt, mehr Geld für Fachkräfte, bessere Arbeitsbedingungen und attraktive Anreize für Berufseinsteiger. Das bedeutet drittens: die Wahrheit über frühkindliche Betreuung. Es ist ein Mythos, dass eine möglichst frühe Kita-Betreuung das Beste für jedes Kind ist. Studien zeigen klar, dass gerade in den ersten Lebensjahren die Bindung zu den Eltern entscheidend ist. Doch eine ideologisch gesteuerte Politik versucht, Eltern das Gegenteil einzureden. (Christin Siebel [SPD]: Oh!) Wir brauchen erst recht keine staatliche Kinderbetreuung, die den Kindern den woken Unsinn von 72 Geschlechtern, die man frei wählen könne, einredet. Landtag Kinder brauchen ihre Familien, und Familien brauchen endlich die Unterstützung, die sie verdienen. Das bedeutet viertens: Entlastung für Familien. Warum werden Familien, die Kinder und damit auch Steuerzahler großziehen, Herr Kollege Hafke, durch hohe Preise für Kinderprodukte bestraft? Runter mit der Steuer auf Kinderbedarf! Familien verdienen finanzielle Luft zum Atmen. Kinderkriegen darf kein Armutsrisiko darstellen. Wir als AfD setzen uns für eine Politik ein, die Familien schützt und stärkt – eine Politik, die Eltern wieder die Freiheit gibt, selbst zu entscheiden; eine Politik, die unsere Kinder in den Mittelpunkt stellt und Kinder auch Kinder sein lässt. Unsere Familien verdienen mehr als leere Versprechen. Sie verdienen Respekt und Unterstützung. Es ist Zeit für ein familienfreundliches Land und damit Zeit für die AfD. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)
