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Sven Werner Tritschler

AfD 30.01.2025 Sitzungen 18/87

Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es war in den frühen Morgenstunden des 21. Dezember 2024, also vor ein paar Wochen. Der Hürther AfD-Ratsherr Norbert Raatz trank zu später Stunde noch ein Bier in einer Gaststätte in Hürth. Ebenfalls in dieser Gaststätte befand sich der SPD-Ratsherr und Fraktionsvorsitzende Lukas Gottschalk. Herr Gottschalk war offenbar stark angetrunken, trug einen sehr geschmackvollen Weihnachtspullover und zeigte, wie das bei Betrunkenen ja öfters der Fall ist, sein wahres Gesicht. Ohne Grund griff der hochaggressive SPD-Funktionär zunächst die Wirtsleute und dann unseren Ratsherrn an. Letzterem verpasste er einen Bauchtritt, aufgrund dessen er im Krankenhaus behandelt werden musste. Nun ist das schäbige und kriminelle Verhalten von Herrn Gottschalk zur Tatzeit die eine Sache, und wir sind so was von den Sozialdemokraten und ihren Freunden ja durchaus gewohnt, vor allem im Wahlkampf. Wahrscheinlich hätte eine breite Öffentlichkeit auch nie davon erfahren, wenn nicht die Wirtsleute eine Überwachungskamera im Lokal installiert hätten. Denn während angeblicher Angriffe von Rechten auf Linke in unseren Medien selbst dann in epischer Breite behandelt werden, wenn sie frei erfunden sind, wie etwa im Fall des grünen Funktionärs Jansen aus Erkelenz, der angeblich rassistisch angegriffen wurde, wird über die umgekehrte Konstellation, die übrigens nach allen Statistiken deutlich häufiger vorkommt, gerne der Mantel des Schweigens gehüllt. Blöd für den SPD-Schläger Lukas Gottschalk: Es gab ein Video, und das verbreitete sich so rasant im Netz, dass irgendwann selbst der WDR und die Kartellzeitungen nicht mehr umhinkamen, zu berichten, natürlich mit viel Konjunktiv und der Schutzbehauptung Gottschalks, er habe sich ja nur gegen angebliche rassistische Beleidigungen zur Wehr gesetzt. Blöd nur, dass man auch davon auf der Tonspur des 30.01.2025 Videos nichts, aber auch gar nichts hören konnte. Blöd auch, dass klar erkennbar ist, dass der angegriffene AfD-Mann sich in die vorangegangene Diskussion gar nicht eingemischt hat. Aber auch da weiß man in der deutschen Sozialdemokratie offensichtlich Rat. Im Auftrag von Herrn Gottschalk verschickte eine Kölner Anwaltskanzlei massenhaft Abmahnschreiben an all die, die das Video im Netz geteilt hatten, unter anderem auch an mich. Man bediente sich eines juristischen Kniffes. Da auf die Kamera klar erkennbar hingewiesen wurde, behauptete man, die Tonspur sei widerrechtlich aufgenommen worden. Es habe sich beim Gelalle von Herrn Gottschalk in der Kneipe um ein vertrauliches Gespräch gehandelt. Tatsächlich fand sich auch ein Richter, der dieser sehr speziellen Rechtsauffassung gefolgt ist und dem Opfer der Gewalttat nun per einstweiliger Verfügung untersagte, die Tonspur von Herrn Gottschalk zu veröffentlichen. Im Gerichtsbeschluss sind die einzelnen Worte sogar aufgeführt: Komm halt die Fresse, Junge. Was willst du, du Nazischwein? Gut, das ist in Ordnung; dann veröffentlichen wir das Video halt ohne Ton. Das ist auch als Stummfilm ein eindrückliches Dokument. Für alle, die es noch nicht gesehen haben, ein kleiner Tritschler-Service: Unter www.spd-kriminell.de ist es ganz einfach abrufbar, und das auch noch sehr lange; das verspreche ich Ihnen. Wissen Sie, wir spüren gerade alle ein bisschen diese Zeitenwende auf der Welt. Nach dem, was gestern im Bundestag passiert ist, spüren wir auch einen zarten Windhauch der Veränderung in Deutschland. Herr Ott hat heute Morgen zu diesem Anlass extra die Otto-Wels-Gedächtnisfestspiele aufgeführt. Wissen Sie, wir haben uns jetzt zwölf Jahre lang angeschaut, wie Ihre kriminellen Schlägertrupps unsere Mitglieder drangsalieren. (Widerspruch von der SPD und den GRÜNEN) Wir mussten zuschauen, wie ein Innenminister und irgendwelche Polizeipräsidenten uns den notwendigen Schutz verweigern. Wir haben uns mit irgendwelchen Provinzbürgermeistern vor Gericht um Hallen gestritten. Wir schauen dabei zu, wie irgendwelche Bankvorstände uns die Konten kündigen. Das geht leider im Moment alles noch, aber eines verspreche ich Ihnen: Wir haben ein sehr gutes Gedächtnis, und wir haben ein sehr langes Gedächtnis. Die Zeiten ändern sich; vergessen Sie das nicht. (Widerspruch von der SPD und den GRÜNEN) Wir geben Ihnen hier und heute und mit diesem Antrag nun die Gelegenheit, sich wenigstens zum Gewaltverzicht im Wahlkampf zu bekennen. Für Demokraten sollte das eigentlich selbstverständlich sein. Landtag Jetzt ist nur noch die Frage, ob Sie wirklich Demokraten sind. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

Protokoll ↗