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Andreas Keith

AfD 19.12.2024 Sitzungen 18/85

Sehr geehrter Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Deutschland ist laut der Weltbank die siebtgrößte Waldnation in Europa. Mit rund 11,4 Millionen Hektar sind das ca. 33 % der Landesfläche. Damit rangiert die Bundesrepublik weltweit auf Platz 51. Gut 90 Milliarden Bäume wachsen in Deutschlands Wäldern. Die meisten davon sind Fichte, Kiefer, Buche und Eiche. Anders, als es uns die grüne Angstmacherpartei gerne erzählt, ist der Waldbestand in unserer Heimat in den letzten 300 Jahren nahezu gleich geblieben. Entgegen dem weltweiten Trend wächst sogar die Waldfläche in Europa und Deutschland langsam, aber stetig an. Mit mehr als 1 Million Beschäftigten in 120.000 Unternehmen erzielt das Cluster Forst und Holz in Deutschland einen Umsatz von 187 Milliarden Euro. In Nordrhein-Westfalen ist das Cluster mit einem Jahresumsatz von 41,6 Milliarden Euro das umsatzstärkste im Bundesvergleich. Über 162.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in fast 20.000 Unternehmen sind statistisch im Verbund Forst und Holz in NRW erfasst. Wie in vielen anderen Branchen auch tragen im Besonderen die kleinen und mittelständischen Unternehmen hier zur Wertschöpfung bei und übernehmen für ihre Mitarbeiter eine hohe Verantwortung. Leider hat es die Landesregierung in den letzten Jahren versäumt, gerade diese Unternehmen bei den Herausforderungen, wie zum Beispiel den Fachkräftemangel, den Waldumbau und eine zunehmende Bürokratisierung im Besonderen wegen Vorgaben der EU, ausreichend zu unterstützen. Herr Mostofizadeh, das ist immer das Gleiche bei Ihnen: Wenn irgendjemand redet, dann lachen Sie rein, dann pöbeln Sie und spielen Sie an Ihrem Handy herum. (Zuruf von Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE]) Es ist ein wichtiger Punkt, dass Sie die Leute in der Wald- und Forstwirtschaft in den letzten Jahren alleine gelassen haben. Da können Sie ruhig mal zwei Minuten zuhören. (Beifall von der AfD – Zurufe von den GRÜNEN) Wenig bis gar kein Gehör schenkte man den Forderungen und Anregungen der Waldeigentümer, der forstwirtschaftlichen Verbände und Fachleute, wie zum Beispiel die Digitalisierung in der Land- und Forstwirtschaft zu stärken und schnellstmöglich auszubauen, die Holzverwendung im Bereich der öffentlichen und privaten Bauvorhaben mit einem reduzierten Mehrwertsteuersatz besser zu fördern, eine Reform des Forstschäden-Ausgleichsgesetzes anzustoßen und bürokratische Hürden in allen Bereichen abzubauen. Landtag (Dr. Gregor Kaiser [GRÜNE]: Reden Sie zur Sache!) Nein, im Gegenteil, Sie haben sogar immens viele Hürden aufgebaut. (Norwich Rüße [GRÜNE]: Stimmt doch gar nicht!) Nachdem man sich in verschiedenen Konstellationen – und da sind die Roten und die Grünen in Konstellation oder Schwarz-Gelb oder jetzt aktuell die Verwüstungskoalition Grün-Schwarz – über Jahrzehnte verweigert hat, den Wald und die Menschen, die mit ihm und von ihm leben, ausreichend zu unterstützen, soll es jetzt ein wissenschaftliches Institut für Waldökosystemforschung – am besten angegliedert an die FH Südwestfalen am Standort Soest – richten. Um es deutlich zu sagen: Wir halten die Gründung eines solchen Instituts, um eine naturnahe Bewirtschaftung der Privatwälder zu fördern, für nicht zielführend und – das ist eben auch schon angesprochen worden – für recht kostspielig. Wichtige Einflussfaktoren auf das Handeln der Waldbesitzer sind und bleiben die vom Revierförster vor Ort geleistete Beratung und Betreuung, schnelle und unbürokratische Hilfeleistung wie zum Beispiel bei Sturm oder anderen Schadensereignissen sowie eine an den Bedürfnissen der Menschen angepasste, unkomplizierte Förderstruktur. (Norwich Rüße [GRÜNE]: Nennen Sie die mal!) Mit dem Zentrum für Wald und Holzwirtschaft in Arnsberg sind wir hervorragend für die speziellen Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen aufgestellt. (Norwich Rüße [GRÜNE]: Keine Ahnung!) Mit einer Vielzahl von renommierten Hochschulen und Instituten, die zum Thema „Waldökonomie“ forschen, (Norwich Rüße [GRÜNE]: Das ist doch fak- tisch reiner Blödsinn!) können wir zudem jederzeit auf ein umfangreiches Wissen in allen Bereichen zugreifen. (Widerspruch von Dr. Gregor Kaiser [GRÜNE]) Da wäre zum Beispiel die Fakultät Wald und Forstwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, (Zuruf von den GRÜNEN: Oh!) das Institut für angewandte Forschung an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg sowie das seit über 200 Jahren etablierte Institut für Forstwirtschaft in Tharandt bei Dresden. Hinzu kommen über 20 Universitäten in ganz Deutschland, die entsprechende Studiengänge bzw. wissenschaftliche Expertise in allen Bereichen rund um Wald- und Forst-19.12.2024 wirtschaft anbieten. Auf ein weiteres teures, grünes, ideologisch getriebenes Institut – (Lachen von den GRÜNEN) und darauf kommt es Ihnen doch an – nach dem Vorbild des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie können alle Menschen, die mit und von dem Wald leben, herzlich und gerne verzichten. (Beifall von der AfD – Norwich Rüße [GRÜNE]: Jetzt fehlt nur noch ein Satz zu Migranten; dann ist es perfekt!) Ich möchte zum Schluss, in den wenigen Sekunden, die mir noch verbleiben – viele Kollegen haben das auch getan –, frohe Weihnachtswünsche senden. (Dorothea Deppermann [GRÜNE]: Nein, danke!) Erlauben Sie mir, in dieser besonderen Zeit des Friedens und der Besinnlichkeit in dieser Vorweihnachtszeit eine Erinnerung einzustreuen: Heute vor genau acht Jahren fuhr der Tunesier und Islamist Amis Amri mit einem Sattelzug … (Zurufe von der SPD und den GRÜNEN: Ah!) – Es ist eine Unverschämtheit. Es ist eine Unverschämtheit! Dieses Parlament hat vergessen, an diese Opfer zu erinnern. Es gab auf keiner Homepage hier im Landtag, in diesem Parlament oder von Ihren Fraktionen auch nur eine Erinnerung an die Menschen, die vor acht Jahren in Berlin gestorben sind. Das ist eine Unverschämtheit! Und jetzt reden Sie hier rein! Sie sollten sich schämen dafür! Sie sollten sich schämen! (Beifall von der AfD – Dr. Gregor Kaiser [GRÜNE]: Unverschämtheit! – Stefan Engst- feld [GRÜNE]: Die Opfer dürfen nicht von Ihnen instrumentalisiert werden!)

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