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Dietmar Brockes

FDP 06.12.2024 Sitzungen 18/83

Herr Präsident! Meine Damen und Herren, vielen Dank für die freundliche Begrüßung. Der Antrag der AfD verkennt leider, dass die Leitlinien der AG Tierschutz nicht willkürlich sind, sondern auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Das ist auch der Unterschied zur AfD. (Beifall von der FDP und den GRÜNEN) Die Forderung, Merkmale nur dann als Qualzucht zu definieren, wenn sie in mindestens 5 % der Fälle zu ernsthaften Beeinträchtigungen führen, ist unrealistisch. Sie würde faktisch dazu führen, dass gesundheitsschädliche Zuchtziele weiter geduldet werden. Statt pauschaler Mindestwerte müssen die gesundheitlichen Auswirkungen einzelner Zuchtmerkmale im Fokus stehen. Die Selbstregulierung der Zuchtverbände hat in der Vergangenheit gezeigt, dass freiwillige Maßnahmen manchmal nicht ausreichen, um Tierleid effektiv zu Landtag vermeiden. Der Antrag priorisiert die Interessen der Züchter und kulturelle Argumente gegenüber der Gesundheit und dem Wohl der Tiere, und das ist nicht akzeptabel. Einige Zuchtverbände haben in der Vergangenheit leider unzureichend reagiert, weshalb staatliche Eingriffe notwendig sind, um Tierleid zu minimieren. Es ist daher unsere ethische Verantwortung, Tiere vor vermeidbarem Leid zu schützen. Die bloße kulturelle Bedeutung einer Rasse kann und darf kein Argument dafür sein, gesundheitsschädliche Zuchtziele zu rechtfertigen. Deshalb stimmen wir zwar der Überweisung in den Ausschuss zu, aber es wäre besser, Sie würden den Antrag zurückziehen, sodass wir die Debatte auf einer seriösen Grundlage führen könnten. (Beifall von der FDP und der CDU)

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