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Andreas Keith

AfD 04.12.2024 Sitzungen 18/81

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sport ist Mord, heißt es im Volksmund. Aber kein Sport ist Selbstmord auf Raten. Nichts anderes verheißt Ihr Haushaltsplan für unsere Sportvereine. Von den Mehrausgaben für die University Games 2025 einmal abgesehen, sind die Mittel für den Landessportplan auf einem Niveau, das den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen in keiner Weise gerecht wird. Jedes Jahr steigen die Belastungen der Vereine durch Energiepreise, Bürokratie und Sanierungsstau. Angesichts dessen wäre es die Pflicht der Landesregierung, mutig in die Zukunft des Sports zu investieren, indem sie Sportanlagen modernisiert, Übungsleiterpauschalen erhöht und endlich mehr Geld für die Ausbildung von Rettungsschwimmern bereitstellt. Insbesondere nach den massiven Kürzungen in den Jahren 2022 und 2023 wäre eine Anhebung des Sporthaushalts für die mehr als 18.000 Sportvereine mit ihren über 5 Millionen Mitgliedern in Nordrhein-Westfalen dringend nötig gewesen. Stattdessen sehen 04.12.2024 wir jämmerliche Summen, die die Notlage vieler Vereine nicht lindern werden. Sportstätten verfallen weiter, und die dringend benötigten Förderprogramme für die Vereinsarbeit bleiben auf der Strecke. Es reicht eben nicht aus, nur auf ehrenamtliches Engagement zu vertrauen. Denn wer „Ehrenamt“ sagt, muss auch „Unterstützung“ sagen. Unsere Sportvereine halten unsere Gesellschaft zusammen. Oder, wie Sie so schön sagen: Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft. Doch wie sollen diese Vereine überleben, wenn Übungsleiter fehlen und Ehrenamtliche bis zum Umfallen für ihre Vereine schuften müssen? Wer den Vereinen den finanziellen Boden entzieht, gibt sie dem Verfall preis. Nirgendwo wird das so deutlich wie beim Schwimmen. Jedes Kind sollte schwimmen lernen können. Das ist keine Option, sondern eine Pflicht in einem Land wie unserem. Und doch sehen wir, dass immer weniger Kinder die Grundschule mit sicheren Schwimmfähigkeiten verlassen. Warum? Weil Schwimmbäder geschlossen werden, Schwimmstunden ausfallen und Programme wie „NRW kann schwimmen!“ oder mobile Schwimmcontainer eher der Kosmetik dienen und auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind oder, besser gesagt, ein Tropfen in ein leeres Becken. Beim Rettungsschwimmen sieht es nicht besser aus. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft bekommt für die Beschaffung und Reparatur von Rettungsgeräten sowie für die Durchführung von Lehrgängen mickrige 38.300 Euro. Das sind Kleckerbeträge im Vergleich zu den 3,5 Millionen Euro, die Sie für das grüne Prestigeprojekt „Radschnellwege“ aus dem Fenster werfen. Rettungsschwimmer sind Helden des Alltags, die unser Leben in Seen und Schwimmbädern sichern. Doch was macht die Landesregierung? Sie spart diese Helden buchstäblich kaputt. Dabei würden mehr Mittel, mehr Kurse, mehr Qualifikation gerade beim Schwimmen weniger Gefahr bedeuten. Dass diese Mittel nicht wie von uns gefordert angehoben werden, ist eigentlich Wahnsinn. Der Landessportplan klingt auf dem Papier blumig: Digitalisierung, Inklusion, Nachwuchsförderung. Aber wie soll das erreicht werden, wenn die Basis bröckelt? Ohne Investitionen sind diese Ziele nichts weiter als leere Phrasen. Dieser Haushalt setzt die falschen Signale. Er verkennt die Chancen, die im Sport liegen. Sport ist mehr als nur Bewegung und Wettkampf. Er ist ein bedeutender Bestandteil unserer Gesellschaft, der Generationen verbindet, und er ist ein zentraler Baustein für Gesundheit und Prävention. Sport ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Die AfD-Fraktion wird dafür kämpfen und es nicht zulassen, dass er unterfinanziert bleibt. Erhöhen Sie die Landtag Übungsleiterpauschale, damit die Vereine wieder mehr Trainer und Schwimmausbilder gewinnen können! Und stellen Sie endlich mehr Mittel für die Rettungsschwimmer zur Verfügung! Sport rettet Leben. Wer hier spart, spielt mit der Gesundheit und dem Leben der Bürger. Unser Änderungsantrag zeigt, wie eine sinnvolle Investition ohne neue Schulden und Einsparungen gegenfinanziert werden könnte. Sie brauchen dem nur zuzustimmen. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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