Marc Lürbke
Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Auch ich will zuerst einmal allen danken, die an der Beantwortung dieser Großen Anfrage mit ihren vielen Detailfragen mitgewirkt haben. 14.11.2024 Wenn man sich das anschaut, dann wird klar, dass noch etliche Herausforderungen bei der Integration in den Arbeitsmarkt bestehen. Das darf man nicht verschweigen. Wir alle brauchen einen realistischen Blick. Die Antworten auf die Große Anfrage weisen auch genau darauf hin, dass es einen differenzierten Blick braucht. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beispielsweise aus den Top-8-Asylherkunftsländern in Nordrhein-Westfalen ist deutlich angestiegen; das wurde mehrfach genannt. Sie ist in zehn Jahren von 11.000 auf 115.000 angestiegen. Davon haben 20.700 Beschäftigte einen anerkannten Berufsabschluss und 15.900 einen akademischen Abschluss. Das sind doch Erfolgsgeschichten. Natürlich hakt es noch an verschiedensten Stellen. Es hakt bei der Sprache und bei den Integrationskursen. Wir wissen auch, dass es bei der Integration in den Kommunen sehr schwierig ist. Wir dürfen aber bitte nicht vergessen, dass hinter diesen Zahlen Erfolgsgeschichten bei der Integration in Nordrhein-Westfalen stehen. Hier werden echte Erfolgsgeschichten geschrieben. Dieser differenzierte Blick geht der AfD wenig überraschend komplett ab. Ihnen geht es darum, ein Zerrbild vom kriminellen, faulen, arbeitslosen, erwerbslosen Ausländer zu zeichnen. Das wollen Sie verbreiten. Wir nehmen die Große Anfrage zur Kenntnis. Auch wir wollen keine Einwanderung in die Sozialsysteme, aber um das ganz deutlich zu sagen: An diesem Zerrbild und an Ihrem von Hass geprägten Menschenbild werden wir uns sicherlich nicht beteiligen. Das lehnen wir unmissverständlich ab. – Ganz herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall von der FDP und Benjamin Rauer [GRÜNE])
