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Christian Loose

AfD 14.11.2024 Sitzungen 18/79

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! 82 Cent pro kWh – das war der Preis am 6. November von 16:00 bis 17:00 Uhr an der deutschen Börse für Strom. 3 Cent ist normal. Auch das ist das Ergebnis der Energiewende. Aber wer ist in Wahrheit schuld? Das Wetter natürlich. Unverschämterweise gab es in der letzten Woche ein Hochdruckgebiet kombiniert mit Nebel. Wer kann das – auch europaweit – im Winter schon erwarten? Deutschland braucht im Schnitt eine Leistung von etwa 60.000 MW. Die Windräder produzierten im Minimum 44 MW, und zwar an Land und auf hoher See zusammen. Das sind übrigens 0,006 % der installierten Leistung. Man kann also sagen: Die Windindustrie hat sich an die Arbeitsleistung der Bundesregierung angepasst und das Arbeiten eingestellt. 14.11.2024 Nun gut, trotzdem hatten wir keinen Blackout. Dafür mussten alle Gaskraftwerke, alle Braunkohlekraftwerke, alle Steinkohlekraftwerke und alle in der Reserve befindlichen alten Ölkraftwerke laufen. Und natürlich mussten noch etwa 25 % des Stroms aus dem Ausland hinzugekauft werden, zum Beispiel aus Frankreich mit seinen Kernkraftwerken, zum Beispiel aus Polen mit seinen Kohlekraftwerken. Zum Glück gab es keinen Blackout, weil der Winter noch nicht so hart war, dass die Stromheizungen in Frankreich auf Hochtouren gelaufen wären. Zum Glück gab es keinen Blackout, weil wir noch keine 10 Millionen E-Autos und Wärmepumpen haben, die auf Hochtouren laufend Strom aus dem Netz ziehen würden. Dafür gab es aber Preise von 82 Cent pro kWh an der Börse. Dazu kommen dann noch Transport, Steuern und Abgaben. Die Lösung der Klimasekte: einfach noch mehr Windräder. Dabei ist es relativ einfach, sogar einem Grundschulkind zu erklären: hundertmal kein Wind ist immer noch kein Wind, hundertmal null ist immer noch null. Allerdings gibt es immer noch ein paar Hirnis, die erklären, dass es irgendwo immer Wind gebe, dass irgendwo immer Wind wehe. Doch in der gesamten EU lag die Produktion aus Windstrom bei mickrigen 3.600 MW. Benötigt werden in der EU etwa 400.000 MW. Europaweit lag der Wert also bei unter 1 %. Noch einmal: Wir hatten Glück, dass es zu keinem Blackout kam; Glück, dass die anderen Regierungen in Europa erst nachdenken, bevor sie Kraftwerke abschalten. Die Franzosen haben ihre Kernkraftwerke noch, die Polen haben ihre Kohlekraftwerke noch, und beide haben uns vor dem Blackout gerettet. Die letzte Woche hat gezeigt, wie gefährlich die Abhängigkeit von wetterbestimmter Stromerzeugung ist. Dabei laufen die Kosten der sogenannten Energiewende immer weiter aus dem Ruder: Kosten für den Netzausbau, Back-ups für die Verhinderung eines Blackouts, Zusatzkosten für teuren Strom aus Windrädern und PV-Anlagen. Beispiel: September. Allein im September bekamen die Betreiber von Windrädern und PV-Anlagen 2,6 Milliarden Euro ausgezahlt. Dieser Strom war an der Börse 145 Millionen Euro wert. Die Betreiber haben also achtzehnmal so viel bekommen, wie ihr Strom wert war. Grund waren sogenannte Hellbrisen, also das Gegenteil von Dunkelflauten, die wir jetzt erleben. Im September schien die Sonne, der Wind wehte kräftig, und es wurde mehr Strom produziert, als gebraucht wurde bzw. das Netz verkraften konnte. Ja, Wind und Sonne stellen keine Rechnungen, aber das machen die Eigentümer von Windrädern und PV-Anlagen, und zwar kräftig. Die Zusatzkosten für Landtag diese Anlagen betragen allein in diesem Jahr mehr als 20 Milliarden Euro. Das sind Kosten, die Handwerker, Krankenschwestern und andere Malocher mit ihren Steuern zahlen müssen. Und die Kosten bleiben dauerhaft so hoch, denn die garantierten Preise erhalten die Betreiber von PV- und Windindustrieanlagen 20 Jahre lang. Schlimmer noch: Mit jeder weiteren Anlage steigen die Kosten. Das ist besonders für unsere Industrie ein Problem. So verwundert es nicht, dass Ford Kurzarbeit anmeldet, VW drei Werke schließt und Speira das Werk in Neuss zumacht. Herr Cordes meinte in der letzten Woche im Wirtschaftsausschuss: Für ihn sei grüne Transformation heute ein Stahlwerk, morgen ein klimaneutrales Stahlwerk. – Aber die Realität sieht folgendermaßen aus: heute ein Stahlwerk, morgen ein Stahlwerk, aber dann in China. Wer die Abwanderung unserer Industrie verhindern will, muss jetzt die Reißleine ziehen und den Ausbau von wetterabhängigen Erzeugern umgehend einstellen. Wir brauchen ein sofortiges Moratorium und einen Ausbau von zuverlässigen, konservativen Kraftwerken. Wir brauchen eine Politik für unsere Industrie, für unsere Arbeitsplätze. Beenden Sie den Energiewendewahnsinn und stimmen Sie für eine Politik für Freiheit, Wohlstand und Vernunft. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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