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Prof. Dr. Daniel Zerbin

AfD 13.11.2024 Sitzungen 18/78

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn die Ministerin nichts mehr sagen will, dann sage ich noch etwas. Politischer Transgender ist der Verrat an der Gleichberechtigung, zumindest im Sportbereich und insbesondere im Kampfsport. In unserem Antrag haben wir das Beispiel des Boxers Imane Khelif angebracht, was hier schon lang und breit diskutiert worden ist. Die Algerierin, die wohl biologisch ein Mann ist, hat im Frauenboxen bei Olympia Gold geholt. Schön für sie, schlecht für die Frauen. Die Kraft der Frau beträgt – nach Weineck 2010 – im Durchschnitt 54 % bis 80 % weniger als die Kraft des Mannes. Das ist nicht nur ein Nachteil im Angriff aufgrund der höheren Schlagkraft, sondern vor allem ein Nachteil in der Verteidigung. Männer haben eine stärkere Nackenmuskulatur, und sie können die Schläge besser abfedern. Jetzt überlegen Sie sich mal, was passiert, wenn ein biologischer Mann mit mehr Muskulatur auf eine schwächere Frau trifft. Man fragt sich auch hier im Plenum: Wie ist es dazu gekommen, dass so ein Irrsinn möglich ist, dass biologische Männer gegen Frauen im Kampfsport antreten? Die Revolution frisst ihre Kinder. Wir stehen am Ende einer Entwicklung der Frauenrechte, die mittlerweile ins Gegenteil geschwappt ist. Biologische Männer können sich de jure als Frauen definieren. Deswegen ist es natürlich eine Frage der Politik und nicht nur der Landessportverbände. Die müssen nämlich das ausbaden, was Sie hier angerichtet haben. Auf den ersten Blick scheint das Problem mit dem, was Sie gemacht haben, gelöst zu sein. Es gibt Menschen, die glauben, dass sie im falschen Körper leben. Das ist Realität und bitter für die Betroffenen, die häufig einen jahrelangen Leidensweg hinter sich haben. Helfen kann da die Psychologie oder auch die Medizin, aber nicht das Zusammenschlagen von Schwächeren im Boxring. Denn das ist nur eines: Körperverletzung. Ihre fehlgeleitete Ideologie bedeutet für Frauen blutende Platzwunden, gebrochene Kieferknochen oder sonstige schwerste Kopfverletzungen – nicht nur im Boxen, sondern auch in anderen Kampfsportarten wie Karate, MMA oder Thaiboxen, was sehr viele hier in Nordrhein-Westfalen betreiben. Deswegen kann die Politik sich da nicht einfach rausziehen. In den oben genannten Fällen sind dabei noch nicht die Langzeitschäden eingepreist. Das ist die Kehrseite 13.11.2024 einer hochmütigen und selbstgerechten Politik. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

Protokoll ↗