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Tülay Durdu

SPD 13.11.2024 Sitzungen 18/78

Sehr geehrter Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Ich will es kurz machen. Es ist Sache des Sports und seiner Verbände, Fragen, die Genuinen des sportlichen Wettbewerbs betreffen, eigenständig zu regeln. In einem Antrag an den Landtag von Anweisungen an den Landessportbund zu fantasieren, ist absolut inakzeptabel. Die AfD-Fraktion fährt damit einen Angriff auf die Autonomie des Sports. Dieses Hohe Haus wird den Sport in Nordrhein-Westfalen zu überhaupt nichts anweisen – schon gar nicht, wenn es von der AfD kommt. Die Unabhängigkeit des Sports ist ein hohes Gut. Sie ist Ausdruck einer rechtsstaatlich und demokratisch verfassten Gesellschaft. Der Staat beschränkt sich, damit Mensch und Gesellschaft frei sein können. Die Fraktion der AfD versteht davon nichts. Munter redet sie von Freiheit und will im gleichen Atemzug per Direktive den Menschen überall reinregieren. Das kann nicht gut gehen. Das tut dem Sport nicht gut. Es tut der Freiheit nicht gut. Es schadet uns allen. (Beifall von der SPD und den GRÜNEN) Ich kann Ihnen auch Folgendes nicht ersparen: Sie diskutieren allen Ernstes in diesem Hohen Haus über das Geschlecht einer konkreten Person. Ihnen sind im Eifer des Gefechts schon längst alle Maßstäbe angemessenen Verhaltens verloren gegangen. Ihnen sind Takt und Anstand offensichtlich fremd. Ich weigere mich, dieses Verhalten als Teil einer deutschen Tradition zu würdigen, auf die Sie sich unberechtigterweise immer wieder berufen. Dass Sie sich dabei ausgerechnet auf die IBA berufen, einen abgehalfterten und diskreditierten Boxverband mit engen Verbindungen zu Putin, macht das Maß wirklich voll. Kolleginnen und Kollegen der AfD-Fraktion, Sie sind die einzigen, die hier unsportlich sind. Wir lehnen den Antrag natürlich ab. – Vielen Dank. (Beifall von der SPD, der CDU und den GRÜNEN)

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