Andreas Keith
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! „Ich bin untröstlich.“ Diese Worte fand die italienische Boxerin Angela Carini nach ihrem Kampf gegen Imane Khelif, einem Kampf, den sie bereits nach 46 Sekunden chancenlos abbrechen musste. Die Gefahr, langfristige gesundheitliche Schäden davonzutragen, war einfach viel zu groß. Zitat: „Ich bin in den Ring gegangen, um meinen Vater zu ehren. Mir wurde oft gesagt, dass ich eine Kriegerin sei, aber ich habe es meiner Gesundheit zuliebe vorgezogen, aufzuhören. Ich habe noch nie einen solchen Schlag gespürt.“ Das wird leider nicht der letzte Fall gewesen sein, in dem die Karriere einer aufstrebenden jungen Sportlerin schlagartig zerstört wird, zerstört, weil man sie gegen eine Kontrahentin antreten lässt, die eigentlich gar keine ist, denn ihre Gegnerin hätte aufgrund ihrer körperlichen Überlegenheit in einer ganz anderen Kategorie antreten müssen. Sie hatte schließlich weder Eierstöcke noch eine Gebärmutter. Dafür hatte sie aber ein Y-Chromosom, Hoden und damit mehr Testosteron, als ein weiblicher Körper je produzieren könnte. Mehrere unabhängige medizinische Gutachten hatten das bereits im Vorfeld ergeben. Den Sportfunktionären des IOC war das allerdings egal. Sie argumentierten, weiblich ist, wer im Pass den entsprechenden Geschlechtseintrag hat. Dass diese Praxis nichts, aber auch gar nichts mehr mit den viel beschworenen olympischen Werten wie Fairness und Respekt zu tun hat, ist allen normaldenkenden Menschen sofort klar. Lediglich die deutsche Presse feiert Khelif kritiklos als algerische Boxerin, die diesen Sieg völlig zu Recht verdient hat. All diesen Gender-Fanatikern sei Landtag gesagt: Wem beim Anblick der weinenden Carini nicht das Herz brach, der hat schlichtweg keins. (Beifall von der AfD) Ihre Olympia-Qualifikation erkämpfte sie für ihren verstorbenen Vater. Doch ihr Medaillentraum fiel der Gender-Ideologie zum Opfer. Das kann und wird auch weitere Sportlerinnen treffen. Denn dank des Selbstbestimmungsgesetzes werden zukünftig noch mehr biologische Männer den Frauensport heimsuchen. Entscheidend ist allein, ob jemand sein Geschlecht rechtzeitig geändert hat. Das muss man sich mal vorstellen. Es ist, als würde man einen gesunden Athleten zu den Paralympics schicken, weil er sich gehandicapt fühlt. So werden die Sportlerinnen einem enormen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Aber nicht nur im Kampfsport entstehen unfaire Vorteile. Der als Mann gebürtige amerikanische Wettkampfschwimmer William Thomas brach alle Rekorde, und zwar im Frauenschwimmen, weil er sich mittlerweile als Frau definiert und sich den Vornamen Lia gegeben hat. Schon im Juni 2022 hat der Weltschwimmverband deshalb vollkommen zu Recht beschlossen, Transfrauen von den Wettkämpfen auszuschließen. Unser Antrag geht über die Verfahrensweise des vorgenannten Verbandes hinaus. Um die weiblichen Sportkategorien zu schützen, fordern wir die Zulassung von Athleten, die als Männer geboren wurden, zu weiblichen Wettbewerben vorerst auszusetzen. Biologische Männer, die sich als Frauen definieren, bzw. transgeschlechtliche Frauen sollen in einer eigenen Kategorie gegeneinander antreten, und zwar mindestens so lange, bis es eine verlässliche Langzeitstudie zu Wettbewerbsvorteilen von Transgenderathleten gibt. Bis dahin gilt: Männer bleiben Männer, auch wenn sie sich anders definieren mögen. Sie dennoch gegen Frauen antreten zu lassen, ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Athletinnen, sondern auch ein Verrat an den Grundprinzipien des Sports. Helfen Sie mit, dass der Sport kein Schauplatz für woke Experimente und Identitätskrisen ist, sondern wieder ein Ort der Fairness und des Respekts wird. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)
