Christian Loose
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Latinos, Schwarze, Frauen – Sie alle haben Donald Landtag Trump gewählt. Die Bevölkerung, die über ein geringes Einkommen verfügt, hat mehrheitlich Donald Trump gewählt. Taylor Swift, Leonardo DiCaprio, Barbra Streisand – Sie alle haben Harris gewählt. Ebenso wurde Harris mehrheitlich von der Bevölkerung gewählt, die über ein hohes Einkommen von mehr als 100.000 US-Dollar verfügt. Die Arbeiter wählen Trump, die Elite wählt Harris. Warum ist das so? Vielleicht hilft ein Zitat aus dem Antrag von CDU und Grünen: „Der gewählte Präsident Trump hat mehrfach betont, amerikanische Interessen künftig noch konsequenter zu verfolgen.“ Liebe Grüne, liebe CDU, was ist so schlimm daran, die Interessen der eigenen Bevölkerung konsequenter zu verfolgen? Heißt es nicht „dem Wohle des deutschen Volkes“? Ach nein, Sie haben vor einigen Jahren zusammen mit SPD und FDP die Vereidigungsformel in NRW geändert. Jetzt heißt es nicht mehr „dem Wohle des deutschen Volkes“, jetzt heißt es „dem Wohle des Landes NRW“. Wäre es nicht endlich mal an der Zeit, damit anzufangen, deutsche Interessen zu verfolgen? Stattdessen bekam ich gestern von Ihrer Landesregierung eine Studie zugeschickt, und zwar mit folgendem Titel: Repräsentation von Migrant*innen in Kammergremien in NRW. In dem Anschreiben der landeseigenen Stiftung heißt es – Zitat –: Mit der aktuellen ZfTI-Studie möchten wir die vielfältigen Ursachen der geringen Repräsentation der Migrant*innen in den Kammergremien aufzeigen und die Kammern auf ihrem Weg zu mehr Vielfalt und Partizipation unterstützen. Ernsthaft? Ist das die Antwort auf Trump? Noch mehr Geld für Vielfalt- und Toleranzprogramme? Und Herr Engstfeld fordert jetzt, das Rednerpult in „Redepult“ umzubenennen. Ist das Ihre Antwort auf Trump? (Zuruf von der SPD: Ja!) Statt Einstellung nach Qualifikation lieber Einstellung nach Quoten, Herr Kollege? Trump ist ein Macher, ein Unternehmer. Der sucht sich sein Ministerium nach Qualifikation, nach Können aus. Der erfolgreiche Unternehmer Elon Musk, vor einigen Jahren für die woken Linken noch der Held wegen seiner Elektroautos, ist jetzt für die Linken der Teufel. Er soll sich um den Bürokratieabbau kümmern. Tom Homan ist ausgebildeter Polizist, Einwanderungsbeamter und ehemaliger Direktor der Zollbehörde. Er soll den Migrationsansturm in den Griff bekommen. Robert F. Kennedy Junior war vor einem Jahr noch bei den Demokraten – also dem politischen Gegner – 13.11.2024 als nächster Präsident im Gespräch. Er wird nun von Trump als Fachmann für Gesundheitspolitik geholt. Er hat übrigens zwei Studienabschlüsse, eine Professur und war jahrelang als Umweltanwalt eine bekannte Größe in den USA. Marco Rubio ist erfolgreicher Anwalt und aktuell Senator von Florida. Rubio will die USA unabhängiger machen und die Macht von China und Iran begrenzen. Er soll Außenminister werden. Was hat Deutschland, was hat NRW zu bieten? Deutschland hat eine Außenministerin, die wohl mal das Wort „Völkerrecht“ gehört hat und gerne mit einem privat eingeflogenen Stylingteam Fotos auf den Fidschi-Inseln macht, um dort vor dem Klimawandel zu warnen. Wir haben in NRW einen Verkehrsminister, der mal fast ein Biologiestudium abgeschlossen hätte, und eine Wirtschaftsministerin, die noch nie in der Wirtschaft gearbeitet hat, aber meint, dass thyssenkrupp unbedingt klimaneutralen Stahl bräuchte. Hui; dass bei dieser Gegenüberstellung der Herr Minister Liminski Angst um die Beziehung zwischen NRW und den USA hat, kann ich wirklich nachvollziehen. Aber wollen wir statt über Personen über politischen Inhalt reden. Der designierte Außenminister Marco Rubio warnte die Deutschen vor einer zu großen Abhängigkeit von China. Hat er damit recht? Nein, auf keinen Fall. Denn lediglich etwa 80 % der Materialien für Windindustrie- und PV-Anlagen kommen aus China. Das kann man doch nicht Abhängigkeit nennen. Und Medikamente? Vielleicht einfach mal darüber nachdenken. Kommen wir von Herrn Rubio zu Herrn Liminski, auch so jemand, der noch nie in der freien Wirtschaft gearbeitet hat. Herr Liminski warnte im Interview mit der Frankfurter Rundschau vor einem Handelskrieg und erklärte, dass die deutsche Autoindustrie für Donald Trump ein Feindbild sei – als wenn die deutsche Regierung nicht bereits der größte Feind unserer Autoindustrie wäre. Gestern kamen die Nachrichten von der Kurzarbeit bei Ford in Köln. Vor einigen Wochen waren es entsprechend die Nachrichten von VW, drei Werke zu schließen. Da brauchen Sie nicht Trump, um die deutsche Automobilindustrie zu zerstören. Das schaffen Sie schon ganz allein. Aber nun gut. Wie sieht es aus mit einem Handelskrieg und mit Zöllen? Die USA erheben unverschämte 2,5 % Zoll auf deutsche Autos. Die EU nimmt lediglich mickrige 10 % auf amerikanische Autos. Ach, Moment, das ist ja viermal so hoch. Ja, Herr Liminiski, wenn Trump ernst macht, dann erkennt er, dass die EU bereits einen Handelskrieg gegen die USA führt. Landtag Übrigens fordert die EU demnächst Strafzölle für die Einführung von in China produzierten Autos, übrigens auch von deutschen Herstellern. Die EU verlangt demnächst einen Klimazoll, wenn importierte Waren nicht die idiotischen Klimaregeln der EU erfüllen, übrigens eingeführt von Frau von der Leyen von der CDU, liebe Kollegen von der CDU. Also, wer führt da einen Handelskrieg? Handelskriege haben also längst begonnen. Doch das Interessante ist, dass die EU glaubt, dass ihr Angriffskrieg nur ein Verteidigungskrieg sei. Vielleicht können wir einiges von den Wählern in den USA lernen. Die Mehrheit in den USA will keine Masseneinwanderung, die Mehrheit will sich nicht mit 52 Geschlechtern befassen, und die Mehrheit der Bürger möchten keine Bevormundung durch eine Elite, sondern das Recht zur freien Meinungsäußerung. All das wünschen sich auch viele Deutsche, und für diese kämpfen wir weiter – für Freiheit, Wohlstand und Vernunft. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)
