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Eileen Woestmann

GRÜNE 12.09.2024 Sitzungen 18/74

Die Familienzentren, über die ich gerade sprach, sind die Familienzentren im Bereich der Kitas. Sie haben, wenn ich es richtig verstanden habe, die Familiengrundschulzentren angesprochen. Es ist absolut richtig, dass wir eine bessere Verzahnung von Familiengrundschulzentren und Familienzentren brauchen. Familienzentren sollten eigentlich Leuchttürme oder besondere Anlaufstellen im Sozialraum nicht nur für Familien, deren Kinder diese Kitas besuchen, sondern für alle Menschen im Sozialraum sein. Dementsprechend sind sie auch Anlaufstellen beispielsweise für Eltern von Schulkindern. Deshalb ist es auf jeden Fall notwendig, dass eine bessere Verzahnung entsteht. OGS muss dabei natürlich mitgedacht werden. (Beifall von der CDU – Dr. Dennis Maelzer [SPD]: Das machen Sie dann irgendwann mal!) Wir müssen anerkennen, dass dem Personal, das in Einrichtungen arbeitet, die in sozial herausfordernden Stadtteilen liegen, besser Rechnung getragen werden muss. Denn die Herausforderungen in diesen Einrichtungen unterscheiden sich von den Herausforderungen in den Einrichtungen, in denen die Situation von Familien eine andere ist. Wir sprechen hier immer wieder von Bürokratieabbau. Genau das würde auch bedeuten, dass eine Zusammenführung von Förderprogrammen zu einer besseren Schlagkraft für Chancengerechtigkeit führt. Wir brauchen aber auch eine bessere bzw. eine gute Durchmischung in den Einrichtungen, damit dort Kinder aus verschiedenen Familien mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenfinden. Dafür bedarf es einer guten kommunalen Jugendhilfeplanung. Mir ist an dieser Stelle wichtig zu betonen – das darf nicht vergessen werden –, dass Kinder, die zu Hause eine sichere Bindungserfahrung machen und dort einen guten Ort des Aufwachsens haben, eine Betreuungssituation, die nicht dem Optimum entspricht, deutlich besser bewältigen können als Kinder, die zu Hause unsichere Bindungserfahrungen machen. Das bedeutet: Auch hier werden Kinder doppelt benachteiligt. Kommen wir nun zu den Sprachscreenings. Ich verstehe nicht, wie die SPD hier immer wieder einen Bürokratieabbau fordern kann, aber dann eine Idee präsentiert, die komplexer und vor allem bürokratischer nicht sein könnte. Ich bin dafür, dass wir die bestehenden Instrumente, die etabliert sind, besser nutzen. Ein großes Potenzial sehe ich hier bei den U-Untersuchungen, weil im Zuge dessen jedes Kind erfasst wird. Wenn eine U-Untersuchung nicht stattfindet, wird das dem Jugendamt gemeldet – das ist in Nordrhein-Westfalen übrigens etwas Besonderes; in anderen Bundesländern ist das nicht der Fall –, das dann darauf reagieren kann. Landtag Was folgt daraus, wenn bei diesen Untersuchungen Entwicklungsdefizite sichtbar werden? Nehmen wir die Untersuchungen in den Praxen zum Thema „Sprache“. Wer einmal eine solche Testsituation mit einem Kind in der Praxis mitgemacht hat, weiß, dass es durchaus sein kann, dass auch ein Kind, das gut spricht, in dieser sterilen Umgebung plötzlich schweigt oder nur kurz antwortet. (Zuruf von Silvia Gosewinkel [SPD]) Deshalb stellt sich die Frage, wie aussagekräftig diese Sprachscreenings sind. Daher ist es gut, dass wir alltagsintegrierte Sprachfeststellung innerhalb der Kitas haben und in den Einrichtungen die BaSik-Bögen regelmäßig ausgefüllt werden.

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