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Eileen Woestmann

GRÜNE 12.09.2024 Sitzungen 18/74

Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen! Kita ist nicht gleich Kita. Darüber sind wir uns sehr einig. Gerade in strukturell benachteiligten Stadtteilen ist die Situation in den Kitas besonders herausfordernd. Genau das hat eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung in diesem Jahr bestätigt. Sie enthält drei wichtige Erkenntnisse. Erstens. Es gibt in Kitas in benachteiligten Stadtteilen eine gewisse Segregation. Das bedeutet, dass sich Kinder und Familien mit den gleichen Herausforderungen sammeln und so quasi untereinander bleiben. Landtag Zweitens. Die Gruppen in diesen Kitas sind größer. Drittens. Der Personalmangel in diesen Kitas ist – auch durch einen erhöhten Krankenstand – höher als in anderen Einrichtungen. Die Studie spiegelt genau das wider, was auch Rückmeldungen aus der Praxis bei uns ergeben haben. Deshalb hat die Landesregierung entschieden, dass die Familienzentren weiterentwickelt werden. Das Ziel soll sein, dass verschiedene Förderprogramme zusammengeführt werden. Eine Chancengerechtigkeit soll so noch besser wirken können. Das ist deshalb wichtig, weil wir Ungleiches ungleich behandeln müssen. Wenn Förderprogramme wie für die Sprach-Kitas, die plusKITAs und die Familienzentren an und für sich gut sind, aber nebeneinanderher laufen, entfalten sie nicht die Schlagkraft, der es eigentlich bedarf. Familienzentren sind Anlaufstellen für alle im Sozialraum. Sie werden nach einem gewissen Sozialindex vergeben. Ich bin dafür, dass wir diesen Sozialindex auch anhand von anderen Merkmalen weiterentwickeln, weil Kitas in strukturell schwierigen Sozialräumen eine andere finanzielle Grundlage brauchen als Kitas, in denen Kinder und Eltern weniger Herausforderungen mit sich bringen.

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