Katharina Gebauer
Ich bin fertig. Genau. (Dr. Dennis Maelzer [SPD]: Das haben Sie mit der Regierung gemeinsam!) Wir als schwarz-grüne Koalition haben verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, um dem Fachkräftemangel in frühkindlichen und schulischen Bereichen entgegenzuwirken. Eine zentrale Initiative ist der qualitative Quereinstieg in die Kindertagesbetreuung. Sie ermöglicht es Menschen, die bisher nicht in der frühkindlichen Bildung tätig waren, sich für diesen Bereich zu qualifizieren. Die Initiative bietet eine praxisnahe Ausbildung, die schnell in den Arbeitsalltag integriert werden kann. Ziel ist es, Menschen aus anderen Berufsfeldern für die Arbeit in Kita und OGS zu gewinnen. Sie erhalten eine fundierte Ausbildung, die den hohen Anforderungen in der Kinderbetreuung gerecht wird. Das ist keine Deprofessionalisierung, wie von Ihnen behauptet. Sie erkennt vielmehr die aktuelle Situation an. Das „Sofortprogramm Kita“ ist eine weitere wichtige Maßnahme der Landesregierung. Dieses Programm fördert unter anderem die praxisintegrierte Ausbildung zur Kinderpflegerin oder zum Kinderpfleger. Dabei handelt es sich um eine duale Ausbildung, die Landtag die theoretische Ausbildung an einer Fachschule mit praktischen Erfahrungen in der Kita kombiniert. Wie Sie sehen, haben wir Forderungen nach einer Stärkung der praxisintegrierten Ausbildung bereits umgesetzt. Die Maßnahmen ermöglichen es den Auszubildenden, das Gelernte direkt in der Praxis anzuwenden und sich so optimal auf ihre zukünftige Tätigkeit vorzubereiten. Diese Maßnahmen zeigen, dass die Landesregierung den Fachkräftemangel ernst nimmt und aktiv daran arbeitet, Lösungen zu finden und umzusetzen. Durch eine Kombination aus kurzfristigen Entlastungen und langfristigen Strategien wird sichergestellt, dass alle Kinder in Nordrhein-Westfalen eine qualitativ hochwertige Betreuung und Bildung erhalten. Dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden, zeigen die Beschäftigungszahlen. Auch wenn die Zahlen noch nicht ausreichen, gab es noch nie so viele Beschäftigte in der frühen Bildung. An den Schulen ist die Zahl der Lehrkräfte seit 2022 um über 5.000 Beschäftigte gestiegen. Die Zahl der offenen Lehrerstellen konnte so um etwa ein Viertel gesenkt werden. Dies ist uns gelungen, obwohl zugleich der Stellenbedarf gestiegen ist. Auch die Zahl des pädagogischen Personals in Kindertagesstätten ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Es lässt sich feststellen, dass trotz Fachkräftemangel mehr qualifizierte Menschen für Kitas und Schulen angeworben werden konnten. So viel zu unseren Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Kommen wir nun zu einem weiteren Kernanliegen Ihres Antrags: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das ist selbstverständlich auch uns als CDU wichtig. Eine gut ausgebaute Kinderbetreuung ermöglicht beiden Eltern, berufstätig zu sein. (Dr. Dennis Maelzer [SPD]: Wann?) Dies fördert nicht nur die finanzielle Stabilität der Familien, sondern auch die berufliche Weiterentwicklung beider Elternteile. Studien zeigen, dass Eltern, die Zugang zu verlässlicher Kinderbetreuung haben, eher in den Arbeitsmarkt zurückkehren. Zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme gehört aber auch, dass wir selbstverständlich sehen, dass im Kindertagesstätten-Bereich nicht alles problemlos funktioniert.
