Prof. Dr. Daniel Zerbin
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Kinder sind nicht nur für die Eltern, sondern für die gesamte Gesellschaft der allergrößte Schatz. Deswegen haben wir alle für die nächste Generation eine Fürsorgepflicht. In der Vergangenheit hat man leider Wissenschaftlern mit pädophilen Neigungen das Feld überlassen. Das ist eine Tatsache. Einer der größten Kritikpunkte – wir haben es gerade und auch in der Anhörung gehört – sind die sexualpädagogischen Konzepte basierend auf den Überlegungen von Helmut Kentler. Ich möchte zwei, drei Sätze zu Kentler sagen. Kentler war ein gerne gesehener Berater in Politik und Wissenschaft, der auf der Aufklärungswelle der 1970er-Jahre schwamm. In Berlin lotste er schwer erziehbare Jugendliche zu pädophilen Männern und nannte das auch noch Wissenschaft. Er argumentierte, dass Sexualität durch sexuelle Beziehungen mit Erwachsenen erkundet und entwickelt werden sollte. Dr. Kentler – ein Bock im weißen Kittel, den man zum Gärtner gemacht hat, mit Auswirkungen leider bis in die heutige Zeit. 1996 wurde er pensioniert, 2008 verstarb er. Wo ist dann noch das Problem? Kentler und auch andere Kollegen wie Uwe Sielert beeinflussten die deutsche Pädagogik. Landtag (Marcel Hafke [FDP]: Zugehört haben Sie nicht?) – Hören Sie doch erst einmal zu. Beispielsweise gibt es einen Ratgeber – Sie wollten ja gerade eine Quelle haben – für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; da heißt es: „Menschen sind von klein auf sexuelle Wesen […]. Der Mund dient nicht nur der Nahrungsaufnahme und Welterkundung, sondern ist die erste erogene Zone, die Babys entdecken.“ Das ist nicht nur geschmacklos, sondern auch noch unwissenschaftlich. Hormone und andere Botenstoffe lösen sexuelles Verlangen im Jugendalter aus und nicht Masturbationsräume in Kindergärten oder Ähnliches. (Zuruf von Frank Müller [SPD]) Warum finden sich bis in die Gegenwart noch pädophile Elemente in der deutschen Pädagogik? Ganz einfach, weil es viele Freunde dafür gab, beispielsweise die Grünen. Sie hatten Entkriminalisierung und Enttabuisierung sexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern eine Zeit lang in den 70er- und 80er-Jahren favorisiert. Es gab die Bundesarbeitsgemeinschaft für Päderasten. Prominente Grüne wie unter anderem Daniel Cohn-Bendit und auch das ehemalige NSDAP-Mitglied und der übergangsweise grüne Spitzenpolitiker Werner Vogel fielen mit zweifelhaften Aussagen oder auch mit ihrer besonderen Vorliebe für Kinder auf. Michael Wolffsohn kritisierte in den 2010er-Jahren die pädophile Aufarbeitung der Grünen als weichgespült und von den Medien gedeckelt. Es ist also nicht alles aufgearbeitet worden, mit Folgen bis in die heutige Zeit, wie wir es auch gerade gehört haben. Ich fasse zusammen, warum unser Antrag wichtig ist: Kinder müssen vor falschen pädagogischen Konzepten geschützt werden. Die Erziehung von Kindern muss frei von sexuellen Fantasien Erwachsener sein. Mit solidem theoretischen Basiswissen kommen junge Menschen schon ganz alleine zurecht. Dafür braucht es nicht die Grünen, auch nicht die SPD und keine pädophile Pädagogik. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)
