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Herbert Reul

11.09.2024 Sitzungen 18/73

Ich hoffe, Frau Kollegin, ich habe Ihre Frage richtig verstanden. Ich habe eben erzählt, dass ich an dem Samstag sehr damit beschäftigt war, zu erfahren, ob wir ihn erwischt haben oder nicht und wer es war. Ich habe das erst kurz vor dieser Fernsehsendung erfahren, auch mit ein bisschen Druck, weil ich gesagt habe, dass wir ein Signal herausgeben müssen, ob wir erfolgreich waren oder nicht. Dann habe ich das bekannt gegeben, was ich zur Festnahme wusste. Das war eigentlich nur, dass wir ihn haben und dass es ein Flüchtling ist. Mehr war es nicht. Ob und wer wann noch etwas anderes wusste, kann ich nicht beantworten. Ich kann nur schildern, was ich wusste, und das war weniger, als in der Fragestellung heute insinuiert wird. Hier wird schließlich der Eindruck erweckt, wir hätten alles über ihn gewusst und nicht weiter … Nein, zu dem Zeitpunkt war unser Informationsstand nur darauf begrenzt. Das habe ich der Öffentlichkeit – soweit ich konnte – mitgeteilt, und damit wusste es dann jeder, der Fernsehen geguckt hat – aber nur der. (Elisabeth Müller-Witt [SPD]: Die Frage war eine andere! Hat Frau Paul Sie kontaktiert? – Nein, sie hat mich nicht kontaktiert. Warum denn auch? Entschuldigen Sie, aber ich habe die Frage im Ausschuss auch nie verstanden. Wenn ich die nicht gestellte Frage mitbeantworten soll, warum Frau Paul nicht in Solingen war, dann sage ich: Ja, was sollte sie da? Entschuldigung. Das war mein Job. (Christian Dahm [SPD]: Aber die Fragen wer- den aus dem Plenum heraus gestellt, nicht vom Minister!) Wir hatten einen Anschlag. Wir mussten den Täter finden. Das ist Aufgabe der Sicherheitsorgane. An 11.09.2024 dem Abend wussten wir, es handelte sich um einen Flüchtling. In dem Moment, in dem wir ihn hatten, wurde es interessant, herauszubekommen, was es noch an Zusatzinformationen gibt. Aber das war erst danach, und das war der Sonntag. Dazu ist eben schon viel gesagt worden.

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