Tülay Durdu
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Kein einziger Sportverein könnte ohne ehrenamtliche Unterstützung auch nur eine Stunde Training anbieten. Sport – das muss man ohne Untertreibung festhalten – ist Ehrenamt. Unsere Ehrenamtlichen leisten viel und Großes in unseren Sportvereinen. Sie verdienen unsere Anerkennung und unseren Respekt. Deshalb erarbeitet die Koalition in Berlin aktuell einen Sportentwicklungsplan, der insbesondere Maßnahmen zur Stärkung des Ehrenamtes beinhalten wird. Eines ist doch klar: Anders als der Antrag suggeriert, engagieren sich unsere Übungsleiter, Vereinsvorstände und Sporthelferinnen und -helfer nicht nur wegen der finanziellen Anreize. Kein ehrenamtlich Aktiver engagiert sich, weil er im Jahr 3.000 Euro weniger versteuern muss. Nein, unsere Ehrenamtlichen Landtag treibt nicht das Geld an, sondern die Leidenschaft für Sport, für den Verein und für unsere Gemeinschaft. Um das Ehrenamt im Sport zu stärken, ist also weit mehr erforderlich, als hier gefordert wird. So beklagen unsere ehrenamtlich Aktiven seit Langem zu viele bürokratische Hürden für ihre Arbeit. Sie klagen über schlecht bespielbare Sportstätten oder gar das Fehlen von Sportstätten, Hallenbädern etc. Unsere Aufgabe ist deshalb ganz klar: Wir müssen ehrenamtliches Engagement leichter und attraktiver machen. Wer sich für seinen Sportverein engagieren will, der sollte nicht erst einen formalen Hürdenlauf bewältigen müssen. In der Ausschussberatung werden wir diese Fragen dann sicherlich mit ganz viel Freude vertiefen können. Ich wünsche allen eine angenehme Sommerzeit. – Vielen Dank. Glück auf! (Beifall von der SPD)
