Herbert Reul
Wir wissen alle um die besondere Belastung. Ich wiederhole noch einmal: Wir wissen, dass die Lebensarbeitszeit in der Gesellschaft überall verlängert wird. Herr Lürbke, ich muss sagen, dass Sie das übertrieben haben. Die FDP als Sicherer, dass weniger lange gearbeitet werden soll – (Marc Lürbke [FDP]: Haben Sie mir nicht zu- gehört? Unverschämtheit!) wenn ich die politische Debatte in der FDP richtig verstehe, dann sind Sie doch immer diejenigen, die am ehesten fordern, dass man lange arbeiten muss. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN – Zu- rufe von der FDP) Sie weisen darauf hin, dass natürlich auch Ausnahmen möglich sind. Hier wird ja eine Ausnahme gemacht: 61 Jahre oder 67 Jahre – das sind 6 Jahre Unterschied. 03.07.2024 Noch ein sachliches Argument – vielleicht können Sie das einmal wirken lassen –: Von den Feuerwehrleuten insgesamt – es gibt ja unterschiedliche – sind 80 % Ehrenamtliche in der freiwilligen Feuerwehr. Die haben alle einen normalen Beruf. Wissen Sie, wie lange die tätig sind? 67 Jahre. (Christian Dahm [SPD]: Das ist kein Quiz, Herr Minister!) Kennen Sie die Leute, die in der Werksfeuerwehr sind? (Christian Dahm [SPD]: Es steht Ihnen nicht zu, das Parlament zu befragen!) Die gibt es nämlich auch noch. Die machen genau dasselbe wie die anderen Feuerwehrleute. (Zurufe von der SPD) Nicht durch Schreien Argumente überdecken! Die arbeiten 67 Jahre. Diejenigen, um die es jetzt geht, bilden eine Gruppe – zugegebenermaßen keine unwichtige –, nämlich die Berufsfeuerwehren. Das sind aber nur ungefähr 16.000. Trotzdem ist das eine wichtige Gruppe. Deren Leistung schätze ich auch. Die arbeiten auch zukünftig kürzer als alle anderen. Ist das ungerecht oder sogar eine Bevorzugung und eine Hilfestellung? Es ist nicht in Ordnung, dieses gegeneinander auszuspielen und mit Emotionen zu arbeiten. (Zurufe) Sie hetzen damit Leute auf und lösen kein Problem. So geht das nicht. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
