Julia Kahle-Hausmann
Danke. – Sie machen hier eine große Welle für tolle Forschungs- und Vernetzungsarbeit. Die Ausgestaltung soll aber im luftleeren Raum erfolgen. Sie brauchen schon ein wenig mehr Ressourcen außer ein paar Prüfaufträgen, wie man das wohl alles stemmen könnte. Es folgt gleich also mit hinreichender Gewissheit ein blutleerer, weil nicht realisierbarer Beschluss. Damit fallen Sie noch weiter hinter dem zurück, was Sie uns letzte Woche in der Sitzung des Umweltausschusses zum Antrag „NRW angelt“ vorgeworfen haben. Sie monierten, dass wir den Antrag nur stellen würden, um den Anglern zu zeigen, dass wir sie auf dem Schirm haben – und lehnten ab! In Anbetracht des Landesjägertages letzten Samstag frage ich mich allerdings, was Ihr Antrag dann sein soll. Unserer enthält wenigstens noch konkrete Handlungsvorschläge und Ideen. Sie hingegen machen ein bisschen Chichi und hoffen, dass Sie bei den Jägern positiv auffallen. (Beifall von der SPD – Heiterkeit von Anja Butschkau [SPD]) Wir brauchen ein an diese Zeit angepasstes Wildtiermanagement, um sich anbahnende Konflikte zwischen Mensch und Tier frühzeitig zu umgehen. Es gibt einen großen Druck durch Neobiota auf die heimischen Ökosysteme. Hinzu kommen ASP und andere Probleme. In der FJW besteht eine Menge Sachverstand für all diese Themen. Verstärkte Zusammenarbeit über Ländergrenzen ist wichtig, denn schließlich sind Feldhasen, Fuchs und Co. die von uns gezogenen Verwaltungsgrenzen völlig egal. Kurzum: Es sind viele schöne Ideen, denen wir im Grundsatz positiv gegenüberstehen, aber sie sind so vage und wackelig formuliert und finanziert, dass wir nicht einfach zustimmen können. Wir sind aber keine Gegner von Wissensmehrung. Insofern enthalten wir uns und sind gespannt, wie Ihre Unterstützung für die FJW schlussendlich aussehen wird. – Weidmannsheil! (Beifall von der SPD)
