André Kuper
Danke, Herr Bakum. – Der Minister hat das Wort zur Stellungnahme. Herbert Reul*), Minister des Innern: Ich habe Sie akustisch nicht ganz verstanden. Bitte haken Sie nach, wenn ich jetzt nicht richtig antworte. Es hat acht Termine gegeben, an denen Herr B. beteiligt war. Das stimmt. Aber wenn Sie sich die Landtag Termine mal bitte genauer anschauen, werden Sie feststellen: Es gab vier Termine, die außerhalb des Ministeriums stattfanden, also die Hälfte. Das waren Termine, bei denen ich zur Innenpolitik geredet habe, und zwar im kleinen oder größeren Kreis. Vier. Drei Termine fanden im Hause statt, bei denen Herr B. dabei war, weil er den Termin initiiert bzw. unterstützt hat, oder wie auch immer. Es gab einen einzigen von den acht, bei dem Herr Brockhaus quasi mit mir alleine war. Das war das Kennenlerngespräch – in Anführungsstrichen. Sie gucken so. War es die falsche Antwort? (Rodion Bakum [SPD]: Was rechtfertigt das Vertrauen, das Sie ihm entgegengebracht ha- ben?) – Was rechtfertigt das Vertrauen in den Herrn B, dass ich solche Gespräche überhaupt führe? (Rodion Bakum [SPD]: Bei ihm konkret!) – Ach so, Entschuldigung, das ist relativ einfach. Ich hatte ja erst gesagt: Wieso soll ich mit dem reden? – Wenn jemand mich unterstützen will, weckt er aber zumindest meine Neugier. Dann habe ich mich erkundigt: Wer ist es? – Der Leumund war einwandfrei. Sie werden sich wundern, wen ich alles noch zusätzlich hätte fragen können. Das brauchte ich gar nicht. Da war für mich klar: Mit dem Mann kannst du reden. Dadurch hatte ich ein Grundvertrauen. Ich habe dann ein hochinteressantes Gespräch geführt; das muss ich auch hinzufügen. Das war wirklich nicht übel. Da habe ich keinerlei Anlass zu Misstrauen gesehen – weder aufgrund dessen, was ich über ihn wusste, noch aufgrund dessen, was ich mit ihm selbst erlebt habe, als ich mit ihm geredet habe. Jetzt können Sie sagen: Herr Reul, Sie sind aber ein schlechter Menschenkenner; das hätten Sie doch sehen müssen. – Interessanterweise haben das viele andere Leute viele Jahre lang auch nicht gesehen. Ich habe es nicht gesehen, sonst hätte ich mit dem natürlich nicht geredet. Als er mich bat, ob ich zu einem Gespräch zur Verfügung stehe, habe ich deswegen auch gesagt: Ja klar, wenn das zeitlich möglich ist, eine halbe Stunde, dann machen wir das.
