Berivan Aymaz
Für die Landesregierung spricht nun Minister Laumann in Vertretung für Ministerpräsident Hendrik Wüst. Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die FISU World 17.05.2024 University Games 2025 werden natürlich an Rhein und Ruhr stattfinden. Ich glaube, dass auch keiner bestreitet, dass das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund, der Allgemeine Deutsche Hochschulverband sowie die fünf Austragungskommunen Bochum, Düsseldorf, Duisburg, Essen und Mülheim an der Ruhr diese Welthochschulspiele sehr gut vorbereiten, sodass alles so ausgerichtet wird – davon können Sie ausgehen –, dass es ein großes Fest des Sports, des Hochschulsports bei uns in Nordrhein-Westfalen wird. Wir freuen uns darüber, dass wir dann zwölf Tage die Heimat der Weltelite des Hochschulsportes sind. Als Sozialminister freue ich mich auch darüber, dass erstmals in der Geschichte der Spiele der Parasport durch die Ausrichtung von Drei-mal-drei-Rollstuhlbasketball Teil des Wettkampfes ist. Das ist eine gute Weiterentwicklung dieser Sportveranstaltung. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Ich glaube, niemand stellt infrage, dass wir in Nordrhein-Westfalen aufgrund unserer Hochschullandschaft, unserer Sportvereinsstruktur und einer einzigartigen Kombination aus Kultur, Wissenschaft und Sport ideale Bedingungen für diese Großveranstaltung haben. Das ist wohl mit der Grund, warum der Zuschlag an die Metropolregion Rhein-Ruhr gegangen ist. Natürlich ist auch wahr, dass solche Veranstaltungen Geld kosten. In Anbetracht der Zahlen finde ich, dass sich weder der Bund noch das Land da, wie man in Westfalen sagen würde, lumpen lassen: 59 Millionen Euro Bundesmittel, 59 Millionen Euro Landesmittel. Zusätzlich dazu fördert das Land mit der historischen Höchstsumme für eine Einzelmaßnahme im Sportstättenbau in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro die Modernisierung des Sportparks Lohrheide in Bochum. Wir haben weiterhin eine klare Förderung von 12 Millionen Euro für die Modernisierung des Regattahauses in Duisburg. Die Landesregierung hat diese Zusagen alle eingehalten. Auch wahr ist aber – und dazu stehen wir auch –, dass Großveranstaltungen auch im Sport nicht bedenkenlos immer teurer werden dürfen. (Hedwig Tarner [GRÜNE]: Ja!) Wir betrachten mit Sorge, dass nunmehr bei der Durchführung der Welthochschulspiele mit deutlichen Kostensteigerungen zu rechnen ist. Wir haben die Verantwortung im Sinne der Steuerzahler auch hier wahrzunehmen und wachsam zu sein. Unser Bekenntnis ist klar: Die Landesregierung arbeitet daran, dass alle Beteiligten an einen Tisch kommen, um eine gute Lösung für die Spiele zu finden. Vor diesem Hintergrund bedarf es keiner einseitigen Beschlussfassung durch den Landtag. Deswegen sind wir als Landesregierung dankbar, wenn der Landtag Antrag abgelehnt wird. – Schönen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
