Anke Fuchs-Dreisbach
Ganz genauso ist es. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! 7,3 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Damit konnten wir einen neuen Höchststand ausweisen und gleichzeitig auch in allen Regionen in unserem Land ein Wachstum an Beschäftigung verzeichnen. Bei genauerer Betrachtung des Arbeitsmarkts in Nordrhein-Westfalen wird zudem deutlich: Innerhalb der letzten fünf Jahre wuchs die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen um 6,9 %. Der Fach- und Arbeitskräftemangel sowie die Digitalisierung hin zu Industrie 4.0 stellen unsere Wirtschaft nicht erst seit heute vor Herausforderungen. In beiden Fällen steht die Landesregierung an der Seite unserer Wirtschaft, um eine nachhaltige Transformation der Arbeitswelt gemeinsam zu gestalten. Die berufliche Qualifikation ist für uns ein probates Mittel gegen den Fachkräftemangel. Mit der verstärkten Zusammenführung junger Menschen mit den Unternehmen setzt die Fachkräfteoffensive Nordrhein-Westfalen gezielt an, damit junge Menschen ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Ganz Deutschland schaut auf das Rheinische Revier. Hier in Nordrhein-Westfalen gestalten wir den Strukturwandel hin zur Zukunftsregion. Kollegin Frau Dr. Peill hat gestern sehr viele positive Beispiele genannt. Durch die Ansiedlung von Microsoft und die 16.05.2024 entsprechende Investition in Höhe von 3,2 Milliarden Euro in KI-Rechenzentren, rechnen wir mit einer Sogwirkung für andere Unternehmen. Das Rheinische Revier wird damit zur zentralen Digital- und Quantenregion und zum Vorbild für einen erfolgreichen Strukturwandel. Die Transformation erfordert von Unternehmen und insbesondere ihren Beschäftigten ein hohes Maß an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Beispielsweise mit dem Förderprogramm „Fit für die Zukunft“ bietet die Landesregierung besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen ein Beratungsangebot, das die Beteiligung der Beschäftigten mit einschließt. Mit dem Transformationscoaching für Beschäftigte „Coach2Change“ ergänzt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sein Beratungsangebot und stellt hierbei die Beschäftigten in den Mittelpunkt. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden in die Lage versetzt, Arbeitsstrukturen und -abläufe zu verändern und neu auszurichten, damit die Transformation am eigenen Arbeitsplatz gelingt. Darüber hinaus bieten Berufsbildungszentren wie zum Beispiel die neu entstehende Zukunftswerkstatt bze in Euskirchen weitere vielfältige Möglichkeiten der Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten. Die größte Innovationskraft liegt jedoch unverändert bei unseren Betrieben und Unternehmen. Alle gemeinsam – Unternehmen, Region und Land – übernehmen Verantwortung und treiben die Transformation maßgeblich voran. Wir stimmen der Überweisung natürlich zu und freuen uns auf den Ausschuss. – Danke. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
