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Britta Oellers

CDU 16.05.2024 Sitzungen 18/64

Vielen Dank für die Unterstützung, Herr Präsident. Eigentlich komme ich genau jetzt in meiner Rede darauf zu sprechen. (Thorsten Klute [SPD]: Ach so!) – Ja, manchmal muss man abwarten. Auch bei Ihrer Rede war die Zeit knapp. Vielen älteren Menschen kann man Anreize bieten, das große Haus zu verkaufen und in Wohnungen mit Betreuungsangeboten zu ziehen. Zudem ist das Dazubuchen von Leistungen bei Bedarf kostengünstiger und passgenauer. Das ist mein Punkt zu der Frage, die Sie gerade gestellt haben. Wenn wir andere Wohnformen etablieren, dann muss nicht direkt in das Seniorenheim gezogen werden, wofür über Landtag 5.000 oder 4.000 Euro pro Monat gezahlt werden müssen. (Thorsten Klute [SPD]: Es geht um ambulante Pflegedienste!) – Sie haben von der Pflege und den Kosten gesprochen. (Thorsten Klute [SPD]: Nein! – Zuruf von Dr. Ralf Nolten [CDU]) Auch ich spreche von den Kosten. Daher müssen Sie erkennen, dass wir schon auf einem guten Weg sind und uns da breiter aufstellen sollten. Beim Wohnungsbau denken wir übrigens nicht nur über Barrierefreiheit nach, sondern setzen sie auch um. In der Landesbauordnung sorgen wir für Klarheit bei der Umsetzung von Barrierefreiheit in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Wohnungen. Zudem sollte man die Wohnraumfördermittel nicht vergessen. Sie ermöglichen den Kommunen, Konzepte für altersgerechten Wohnraum zu unterstützen. Wir wissen, dass die pflegenden Angehörigen ein wichtiger Baustein sind, damit unser Pflegesystem überhaupt funktioniert. Dafür gebührt ihnen unser großer Respekt und Dank. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass wir die pflegenden Angehörigen unterstützen müssen – beispielsweise durch das Angebot von Tagespflegeplätzen oder über den Landesförderplan Alter und Pflege. Ich bin dankbar, dass wir das Angebot der Tagespflegeplätze – Herr Klute, hören Sie bitte genau zu – in den vergangenen Jahren immer wieder steigern und somit die Familien entlasten konnten. (Beifall von der CDU) Es ist klar, dass die Bekämpfung von Problemen im Alter ernsthaft und langfristig angegangen werden muss. Sie erwähnen immer das Schlagwort „GemeindeschwesterPlus“ und stellen es als Allheilmittel dar. Dabei vergessen Sie die vielen Angebote, die wir in NRW haben und die andere Bundesländer nicht aufweisen. Unser Ziel muss sein, diese Bausteine zu verknüpfen. Unsere Bausteine sind beispielsweise die zwölf Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz, Wohnberatung, das Landesnetz Pflegeselbsthilfe und das Förderprogramm „Miteinander und nicht allein“. Nachhaltige Gesundheits- und Pflegepolitik ist kein Wünsch-dir-Was. Projekte müssen von Beginn an mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden. 16.05.2024 Aktuell ist das große Problem die Gewinnung von Fachkräften. Obwohl die Pflegeausbildung mittlerweile zu den attraktivsten Ausbildungen gehört, wird uns allein der demografische Wandel in Zukunft eine sorgfältige Planung vorschreiben.

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