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Britta Oellers

CDU 16.05.2024 Sitzungen 18/64

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie haben gerade nur einen kleinen Abriss des Antrags der SPD erlebt. Ich muss die Rede jetzt ein bisschen umstellen, weil so viele Punkte in dem Antrag stehen, von denen Sie nicht viele erwähnt haben. (Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Ge- sundheit und Soziales: Jede Woche! – Thors- ten Klute [SPD]: Sie können es ja lesen! – Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Das ist wahr! – Thorsten Klute [SPD]: Du auch!) Ein Punkt dazu. Sie sagen, die Senioren möchten weiterhin in den Wohnungen und in den Häusern leben, in denen sie schon seit Jahrzehnten leben. Meist ist der Fall so, dass sie in Wohnungen und Häusern leben, die nicht barrierefrei sind (Thorsten Klute [SPD]: Ja!) und sie es sich nicht leisten können, im Alter noch das eigene Haus umzubauen. Sie müssen sich dann schon entscheiden, wie der Istbestand ist. Das kann man so nicht ändern; wir können nur das anpacken, was sozusagen neu für die Zukunft gilt, und das tun wir. Ich wollte eigentlich damit anfangen: Es ist wieder soweit. In fast jedem Plenum stellt die SPD-Fraktion praktisch den gleichen Antrag. Deswegen muss ich darauf noch einmal verweisen: schon wieder einen Antrag zum GemeindeschwesterPlus-Projekt. (Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Ge- sundheit und Soziales: Das ist keine schlechte Idee, aber sie ist nicht umsetzbar!) Das haben Sie in Ihrer Rede gar nicht erwähnt, es ist aber stark in Ihrem Antrag verankert. Ich weiß nicht, warum Sie das heute nicht erwähnt haben. Eigentlich macht es auch erst mal keinen Sinn, weil wir erst letzte Woche eine Expertenanhörung dazu durchgeführt haben. Es macht Sinn, erst mal die Expertenanhörung auszuwerten, bevor man diesen Punkt erwähnt. Sie haben zum GemeindeschwesterPlus-Projekt einfach das Thema „selbstbestimmtes Leben im hohen Alter“ dazugemixt. Ich möchte Ihnen gerne unser Anliegen darlegen. Es ist, dass ältere Menschen natürlich möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen sollen und können. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit und gehört zur Wahlfreiheit, die wir genauso sehen. Manchmal braucht man Maßnahmen, um das zu ergänzen. Es gibt Menschen, die sich verändern wollen, es gibt aber auch Menschen, die sich im Alter nicht verändern und möglichst lange, bis es gar nicht mehr geht, in ihrem Haus oder in ihrer Wohnung bleiben wollen. Ein Ansatz ist, den Menschen neue Wohnmöglichkeiten zu bieten, die Pflegeangebote und ein möglichst selbstständiges Leben kombi-16.05.2024 nieren. Eine gute Anbindung in den Quartieren ist dabei sehr hilfreich. Heutzutage muss es nicht das klassische, eher stark auf Betreuung ausgerichtete Seniorenheim sein. Es gibt schon heute viele Wohnformen, die ein sehr selbstbestimmtes Wohnen und Leben ermöglichen, bei Bedarf jedoch ergänzende Leistungen vor Ort anbieten. Dies kann für viele ältere Menschen ein Anreiz sein, das große Haus zu verkaufen und in Wohnungen mit Betreuungsangeboten zu ziehen.

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