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Christian Loose

AfD 16.05.2024 Sitzungen 18/64

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! 87 % der im April in Deutschland verkauften Autos hatten einen Verbrennermotor, bei Lkws sind es nahezu 100 %. Doch warum nur setzen sich die E-Autos einfach nicht durch, Frau Neubaur? Warum kaufen unsere Bürger lieber einen Diesel oder Benziner? Und was würde wohl passieren, wenn sich die Regierung mit dem Zwang zum E-Auto durchsetzen würde? Wie realistisch diese E-Auto-Träumereien sind, könnte selbst Frau Neubaur erkennen, wenn sie die Studien aus dem eigenen Hause lesen würde. Lesen, Rechnen, Verstehen – dazu reicht ein einfacher Dreisatz. „Zukunft der Automobilwirtschaft in Nordrhein-Westfalen“, so lautet der Titel der von Ihnen im Wirtschaftsausschuss vorgelegten eigenen Studie. Schauen wir uns diese doch einmal genauer an, zum Beispiel zum Thema „Kobalt“, denn für E-Autos braucht man Kobalt. Dazu heißt es in Ihrer Studie – ich zitiere –: „Die bekannten Kobaltvorräte betragen weltweit 7 Millionen Tonnen. Sie reichen bei gleicher Produktion, Nachfrage und Wiederverwertungsquote wie heute noch 37 Jahre. Die Elektromobilität verkürzt diese Zeitspanne […] entscheidend. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Kobalt-Nachfrage für Autobatterien bis 2030 verdoppeln 16.05.2024 wird. Sie überstiege dann die gesamte heutige Kobalt-Produktion“ – weltweite Kolbaltproduktion! – „um rund 50 Prozent.“ Ihrer Studie zufolge geht der Menschheit also in 2030 das Kobalt aus. Was dann, Frau Neubaur? Mehr Kobaltminen mit Kinderarbeit im Kongo? Ähnliche Relationen gelten für das Lithium der Autobatterien, wo im Jahre 2030 bei steigender E-Auto-Produktion dreimal so viel Lithium benötigt wird, wie weltweit produziert wird. Alles nachzulesen in der Studie vom Land NRW. Das sind also keine Zahlen, die ich mir als AfDler ausgedacht habe, das sind die Zahlen der Landesregierung. Lithium wird beispielsweise in Südamerika gewonnen, wo der indigenen Bevölkerung das Wasser für die Landwirtschaft abgegraben wird. Mehr E-Autos heißt damit dann auch mehr Leid für die Landbevölkerung in Südamerika. Klar, Träumer erzählen uns dann, man könne dieses Lithium demnächst in Deutschland im Oberrheingraben gewinnen. Dort liegt es in 1000 m Tiefe, also ähnlich tief wie die Steinkohle, deren Abbau Sie gerade gestoppt haben. Die deutschen Autohersteller erzählen dann vor laufender Kamera, dass E-Autos die Zukunft seien, während diese bei ausgeschalteter Kamera ihre Fabriken für die Verbrennerautos im Ausland aufbauen. VW verlagert die Produktion ins Ausland – und die Gewerkschaften jubeln. Ähnliches kennen wir übrigens auch von thyssenkrupp. Die erzählen vor laufender Kamera, dass sie grünen Stahl herstellen würden. Wenn die Kameras ausgeschaltet sind, werden Tausende Mitarbeiter entlassen. Was VW und thyssenkrupp eint: Hier in Deutschland kassieren beide Millionen bzw. Milliarden an Subventionen. VW hat in den letzten Jahren prächtig mit den Subventionen beim Verkauf der E-Autos verdient. Thyssenkrupp erhält 2 Milliarden Euro an Schweigegeld. VW geht ins Ausland – nicht, weil der Konzern das Weltklima retten will, nein, sondern schlicht, weil es zu teuer ist, noch in Deutschland zu produzieren: Bürokratie, hohe Steuern und Abgaben, geringe Arbeitszeit und hohe Energiepreise. In Bremerhaven stehen derweil übrigens Tausende Elektroautos aus China auf Halde. Niemand kauft sie. Große Autovermieter wie Avis oder Sixt mustern die Teslas aus: Reparaturen zu teuer, Wiederverkaufswert unterirdisch. Der Kunde kauft lieber Verbrenner und denkt technologieoffen. Genau diese Technologieoffenheit brauchen wir in Sachen individueller Mobilität, und Schluss mit Ihrer EU-Verbotspolitik. Für Freiheit, Wohlstand und Vernunft! – Vielen Dank. (Beifall von der AfD) Landtag

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