Franziska Müller-Rech
Vielen Dank. – Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Heute stehen wir vor einem Antrag, der auf den ersten Blick eine noble Absicht verfolgt, nämlich einen Aktionsplan für geschlechtergerechte Klimagesundheit zu entwickeln. Doch bei genauerer Betrachtung müssen wir uns fragen: Verliert hier die SPD nicht den Fokus auf das Wesentliche? Es ist unbestritten, dass der Klimawandel eine ernste Bedrohung darstellt und Maßnahmen erfordert, die schnell und effektiv umgesetzt werden können. Der vorgelegte Antrag verschleiert jedoch mit seiner geschlechtsspezifischen Herangehensweise die eigentlichen Prioritäten. Wir dürfen nicht zulassen, dass wichtige Ressourcen in Projekte fließen, deren Nutzen für das gemeinsame Gesamtziel fraglich und deren Umsetzung zudem bürokratisch und ineffizient ist. Es scheint fast so, als ob dieser Antrag mehr darauf abzielt, politische Punkte zu sammeln, anstatt echte Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen zu bieten. Landtag Der Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit in der Klimapolitik mag politisch opportun erscheinen. Doch er lenkt uns von universelleren Lösungen ab, die allen zugutekommen würden. (Beifall von der FDP) Die SPD scheint mit diesem Antrag eher ein politisches Manöver zu fahren als eine durchdachte Strategie zu verfolgen. Sie wissen doch selbst nicht, wohin Sie mit diesem Antrag überhaupt genau wollen, und bleiben in Ihren Forderungen auffällig vage. Von der Notwendigkeit eines geschlechterdifferenzierten Blicks auf Hitze und Klimaschutz hat der Antrag uns Freie Demokraten jedenfalls nicht überzeugt. Wir benötigen im Fall des Hitzeschutzes keine isolierten, überkomplizierten Aktionspläne. Was wir brauchen, sind klare, durchsetzbare und effektive Maßnahmen, die sofortige positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit unserer gesamten Bevölkerung haben. Wir bevorzugen also stattdessen pragmatische, breit angelegte und tatsächlich wirksame Klima- und Hitzeschutzstrategien, die nicht durch politische Agenden unnötig belastet sind und mehr Probleme lösen, als dass sie neue Arbeit schaffen. – Vielen Dank. (Beifall von der FDP)
