Peter Blumenrath
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Wasser ist eine der wertvollsten Ressourcen weltweit und auch hier bei uns in Deutschland. In wenigen Ländern dieser Erde ist der Zugang zu sauberem, qualitativ hochwertigem Trink- und Nutzwasser so selbstverständlich wie bei uns. Deutschland ist ein wasserreiches Land, und wir wollen, dass das auch so bleibt. Aber auch bei uns hier in Nordrhein-Westfalen sorgt der Klimawandel für mehr Trockenheit, mehr Hitzewellen, mehr Starkregen und mehr Überschwemmungen. Deshalb braucht es bei der Thematik einen breiteren Blickwinkel. In den sehr trockenen Sommern 2018 und 2019 haben wir vor unserer eigenen Haustür erlebt, wie die Schifffahrt auf der wichtigsten Transport- und Verkehrsachse, dem Rhein, fast zum Erliegen gekommen ist. Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Trockenperioden in Zukunft häufiger auftreten und auch länger andauern können. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Deshalb brauchen wir Lösungen dafür, wie wir zum Beispiel mehr und größere Wasserspeicher bzw. Trinkwassertalsperren bauen können und wie wir unsere Wasserversorgung bei langanhaltender Trockenheit dauerhaft sicherstellen können. Dies gilt auch für 22.03.2024 Verbundleitungen, Grundwasseranreicherung und die Reduzierung von Netzverlusten. Wasser prägt unser Leben und ist allgegenwärtig. Unser Ökosystem mit seiner Flora und Fauna ist ebenso auf Wasser angewiesen wie wir als Menschen auf sauberes Trinkwasser. Außerdem benötigen wir große Mengen Wasser für die Körperhygiene, für unsere Industrie, für die Nahrungsmittelproduktion, aber auch für unsere Landwirtschaft. Aber auch Abwasserkanäle, Abwassermengen, Spurenstoffstrategien, Grundwasserbewirtschaftung sowie der Hochwasserschutz sind von enormer Bedeutung für unseren Alltag. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Die schrecklichen Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben uns schmerzhaft gezeigt, dass wir die Hochwasserresilienz von Städten und Gemeinden ausbauen müssen. Das betrifft zum einen den Bau von Brücken; hier brauchen wir stabilere Fundamente und Bauwerke, die mit großen Wassermassen umgehen können, aber auch größere Retentionsflächen. Um verstärkte Deiche müssen wir uns ebenso kümmern. Auch das sogenannte Schwammstadtprinzip wird bei der Stadtplanung der Zukunft eine immer größere Rolle spielen müssen. Sie sehen also: Das Thema „Wasser“ ist komplex und betrifft viele Felder unseres Lebens, aber eben auch der Berufe. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir hier kooperativ mit allen Beteiligten und Akteuren auf Augenhöhe arbeiten, gemeinsam bei der Lösungsfindung mitwirken und die unterschiedlichen, aber berechtigten Interessen eben dieser Akteure nicht gegeneinander ausspielen. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Bund, Länder und Kommunen müssen in dieser Frage eng zusammenarbeiten. Deshalb eignet sich dieses Thema selbstverständlich für eine Enquetekommission, der wir auch gerne zustimmen. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
