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Dr. Martin Vincentz

AfD 20.03.2024 Sitzungen 18/58

Das ist natürlich keine Mode. Aber Sie wissen genauso wie ich, dass es sich dabei um eine statistische Erhebung handelt, die keinesfalls besagt, dass die Menschen tatsächlich durch die direkte Wärmeeinströmung verstorben sind. (Rodion Bakum [SPD]: Doch!) 20.03.2024 Vielmehr geht es dabei um eine statistische Erhebung, die Übersterblichkeit in Sommermonaten automatisch der Hitze zuschreibt. Dass es sich dabei tatsächlich um direkte Hitzetote handelt, ist überhaupt nicht bewiesen. (Rodion Bakum [SPD]: Sie können sich alles schönreden! Unfassbar!) Noch einmal: Ich hatte Ihnen an dieser Stelle im Übrigen auch schon ausgeführt – und das haben Sie abgelehnt, auch die SPD-Fraktion –, dass es in Deutschland viel mehr Kältetote gibt, auch bei milderen Temperaturen. Sie waren damals nicht bereit, sich beispielsweise auch gegen Kälte einzusetzen. Das zeigt die Ernsthaftigkeit, mit der Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Kälte ist übrigens in der Bundesrepublik Deutschland ein viel größeres Problem als Hitze, denn – (Zuruf von Meral Thoms [GRÜNE]) und damit komme ich zurück zu meiner Rede – selbst wenn sich das Klima in Deutschland weiter erwärmen sollte (Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE]: Das ist der Fall!) und wir hier eine Temperatur wie beispielsweise in Südfrankreich oder Italien haben, würden das wahrscheinlich viele als gutes Wetter, als vielleicht sogar Urlaubsdestination begreifen (Thorsten Klute [SPD]: Aber in Italien und Süd- frankreich nicht mehr!) und schlichtweg nicht als apokalyptische Krise, in der sich die deutsche Bevölkerung befindet. Städte wie Coober Pedy, die zwar eingeenglischt, aber in Aboriginesprache in etwa „Loch des weißen Mannes“ heißen, in denen es durchschnittlich eine Temperatur von 35 Grad gibt, weisen immer noch menschliches Leben auf. Dort haben sich die Menschen eben angepasst. Auch das wäre in der Bundesrepublik möglich, und zwar mit vergleichsweise wenig Geld. Ich führe das auch deswegen so aus, weil sich längst große internationale Verbände Sorge machen, dass dieser Trend, diese Mode zu Klimabetrachtung im Gesundheitswesen dazu führen wird, dass für viele andere Bereiche in einem chronisch unterfinanzierten Gesundheitswesen, wo immer um die Verteilung von knappen Ressourcen gerungen wird, die dieses Geld viel dringlicher bräuchten – beispielsweise für die Versorgung von aktuell schlecht versorgten Bereichen in unserer Gesellschaft in Deutschland, aber auch international –, schlichtweg viel weniger Geld zur Verfügung steht, wenn Sie jetzt den Fokus auf Klimagesundheit legen. Das sehen wir nicht zuletzt auch bei der Krankenhausfinanzierung, bei der jetzt ein Drittel der Mittel für Dämmung und anderes aufgewendet werden soll, Landtag aber an anderen Stellen dann die Krankenschwester fehlt und vielleicht eine Station geschlossen wird. – Vielen Dank.

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