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Annika Fohn

CDU 13.12.2023 Sitzungen 18/51

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In den letzten beiden Jahren sind Gewalt, Terror und Krieg für uns leider allgegenwärtig geworden, zum einen durch den schrecklichen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und zum anderen durch den abscheulichen Terror der Hamas. Es sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die wir zutiefst verurteilen. Um Gewalt und Konflikten begegnen zu können, bedarf es auch wissenschaftlicher Erkenntnisse. Unsere starke Wissenschaftslandschaft in Nordrhein-Westfalen liefert bereits mit einer hohen interdisziplinären Expertise einen großen Beitrag zur internationalen Friedens- und Konfliktforschung, etwa an der Universität Bielefeld das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, an der Universität Duisburg-Essen das Institut für Entwicklung und Frieden, an der Ruhr-Universität Bochum das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht, in Bonn das International Centre for Conflict Studies, das Teil der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft ist, oder das Forschungskonsortium VeSPoTec der RWTH Aachen, des Forschungszentrums Jülich und der Universität Duisburg-Essen. Wenn man in den Bereich der Kriminologie schaut, sind wir dort ebenfalls bestens aufgestellt, unter anderem mit dem Netzwerk der Kriminologie in Nordrhein-Westfalen. An diesem Netzwerk sind zahlreiche Institutionen beteiligt, etwa Universitäten und Fachhochschulen in etlichen Städten von Aachen über Bonn bis Münster oder Siegen, aber natürlich auch die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalens mit ihren Standorten Bielefeld, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen oder Köln. Auch wenn ich jetzt nur ein paar Beispiele genannt habe, wird deutlich, dass wir bereits einiges an Expertise in Nordrhein-Westfalen zu bieten haben. Die Komplexität der internationalen Friedens- und Konfliktforschung und der Bereich der Kriminologie erfordern eine möglichst breite Aufstellung und dabei eine hohe Interdisziplinarität.

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