Dr. Martin Vincentz
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Wie erwartet hat der Antrag vor allen Dingen Ihre Fantasie beflügelt. Mit dem Antrag und dessen Inhalten hatte die Diskussion über weite Teile wenig zu tun. Aber, Frau Ministerin Brandes und Frau Fuchs-Dreisbach, ich würde Ihnen gerne einmal – mit Erlaubnis des Präsidenten – zitieren, was Ihr Gesundheits-Landtag experte im Bundestag, selber Arzt, Herr Pilsinger von der CDU/CSU-Fraktion, dazu gesagt hat. Er sagte: „Ich lehne eine allgemeine Einbeziehung von Schwangerschaftsabbrüchen in die ärztliche Ausund Weiterbildung schon deshalb ab, weil diese Forderung rein ideologischer, nicht fachlicher Natur ist.“ Sie haben also Ihrer eigenen Bundestagsfraktion gerade eben widersprochen, nur weil es wieder einmal darum ging, der AfD ein Schnippchen zu schlagen. Vielleicht müssen Sie sich da in Ihrer Partei noch ein bisschen besser abstimmen. Denn unter anderem praktizieren das auch andere Bundesländer. Ich nehme an, dass Sie denen auch nicht unbedingt vorwerfen, dass sie AfD-Politik betreiben oder sich gänzlich auf irgendeine Art und Weise in die Vergangenheit begeben. Das ist wieder einmal reiner Populismus – auch auf dem Rücken eines Themas, das wir hier tatsächlich hätten neutral behandeln können, was aber an Ihnen gescheitert ist. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)
