Herbert Reul
Erstens gibt es keine Weisungen. Damit ist die Frage eigentlich schon beantwortet. Zweitens will ich auf Ihren Hinweis zur zeitlichen Diskrepanz eingehen. Ich glaube, es hängt ganz einfach damit zusammen, dass dieser erste Tweet gar nicht richtig zur Kenntnis genommen worden ist. Die Hochschule wird nicht täglich alle Tweets von allen 1.500 nebenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kontrollieren. Das kann sie gar nicht. Vielmehr wird es vermutlich immer erst dann einen Anlass geben, zu handeln, wenn ein Vorgang – das kann ein Tweet, ein Brief oder eine öffentliche Äußerung sein – bemerkt wird. Die erste Stufe muss immer sein: Man muss es merken, man muss es wissen. Dann ist die Hochschule am Zug, zu bewerten und nach eigenem Ermessen zu handeln.
