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Berivan Aymaz

25.10.2023 Sitzungen 18/45

Vielen Dank. – Liebe Kolleginnen und Kollegen, für die Landesregierung hat nun Ministerin Gorißen das Wort. Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Alte und bedrohte Haus- und Nutztierrassen sind ein Wert an Landtag sich. Sie sind natürlich ein wichtiges Kulturgut und eine unschätzbar wertvolle genetische Ressource für das, was die Zukunft an Herausforderungen noch bringen mag. Außerdem leisten sie – das wissen wir – hervorragende Dienste, zum Beispiel in der Landschaftspflege. Genau deshalb kümmert sich Nordrhein-Westfalen auch bereits ganz besonders um genau diese Rassen. Gleichwohl lehnt die Landesregierung den vorliegenden Antrag der AfD-Fraktion ab. Ich kann es heute wirklich kurz machen. Denn die darin aufgeführten Forderungen sind nicht nur fachlich nicht begründet; sie sind völlig überflüssig. Viel dazu haben wir heute schon gehört. So steht in dem Antrag: „In NRW können lediglich die Zucht und Haltung von Rinder-, Schaf-, Schweine-, Pferde- und Ziegenrassen, die in ihrem Bestand bedroht sind, gefördert werden.“ Richtig ist aber: Nordrhein-Westfalen hat es sich zur Aufgabe gemacht, sämtliche in ihrem Bestand bedrohte Rassen dieser Nutztierarten direkt zu fördern. – Ein einfacher Blick auf die Website der Zentralen Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland hätte gereicht. Nordrhein-Westfalen fördert momentan 67 bedrohte Haus- und Nutztierrassen. Alle anderen Bundesländer kommen auf nicht einmal 30; manche bieten gar keine Förderung an. Die Verbände spiegeln uns immer wieder wider, wie froh sie sind, dass wir so vorgehen; denn Verbreitungsgebiete von bedrohten Haus- und Nutztieren richten sich nicht nach Grenzen der Bundesländer. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Populationen müssen bundesweit erfasst und betrachtet werden. Ein weiterer Punkt ist die Forderung einer systematischen Bestandsaufnahme. Die Daten zu den Beständen liegen bei denen, die es angeht: den gut vernetzten Zuchtverbänden. Sie liegen dort detailliert vor. Sie werden für Deutschland zentral zusammengefasst und auch veröffentlicht. So werden verlässliche Bestandsgrößen ermittelt. Ihre Vorstellungen zu systematischen Bestandsaufnahmen für Nordrhein-Westfalen, sehr geehrte Abgeordnete der AfD, gehen schlichtweg deutlich an der Realität vorbei. Sie bilden auch nicht die züchterische Realität ab. So führen beispielsweise die Schaf- und Ziegenzüchter eine zentrale Bestandsliste für ganz Deutschland. Das ist die notwendige und moderne Sichtweise, die auch bei alten und bedrohten Haus- und Nutztieren angewandt werden muss. 25.10.2023 Ich fasse daher kurz und knapp zusammen: Für dieses wichtige Thema bedarf es Ihres Antrags schlichtweg nicht. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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