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Dr. Christian Blex

fraktionslos 21.09.2023 Sitzungen 18/43

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! „Die Situation ist extrem prekär. Ich habe so etwas seit den 1970er-Jahren nicht erlebt.“ – So lautet ein aktuelles Zitat von Folker Hellmeyer in der Berliner Zeitung über den Zustand der deutschen Industrie als Folge der katastrophalen und technisch-physikalisch vollkommen verrückten deutschen Ökoenergiepolitik. Ich zitiere weiter: „Zuerst wird ein neuer Standort ausgewählt, dann die Produktion verlagert, und am Ende bliebt in Deutschland vielleicht noch das Hauptquartier.“ Offensichtlich geht Ihnen die Umwandlung unseres Noch-Industrielandes in ein grün-woke-veganes Armenhaus aber immer noch nicht schnell genug. So wollen Sie im Gleichschritt mit der obersten EU-Politkommissarin von der Leyen die Wirtschaft mit der wahnsinnigen Umstellung auf Wasserstoff offenkundig bereits endgültig vernichten. Landtag Sie haben vorhin bei der Rede des Kollegen Beucker zum wiederholten Mal in diesem Haus von dem katastrophalen, vernichtenden Wirkungsgrad bei der Produktion von Wasserstoff gehört. Dieser führt zwangsläufig und unabwendbar zu vollkommen ruinösen Energiekosten. Das hat selbst das regierungsnahe Fraunhofer-Institut in seiner aktuellen Studie von Anfang September bestätigt; wohl gemerkt: das regierungsnahe Fraunhofer-Institut. Demnach ist die Produktion vom sogenannten grünen Wasserstoff in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern vollkommen unwirtschaftlich. Es ist absolut teuer, aber am wenigsten teuer und katastrophal ist die Wasserstoffproduktion laut dieser Studie in Nordafrika und in Südamerika. Obwohl sich die Autoren die größte Mühe gegeben haben, die Kosten ganz im Sinne unserer Regierung herunterzurechnen, ist das Ergebnis schlichtweg erschütternd. Im allerbesten Fall ist hiernach mit Bereitstellungs- und Transportkosten nach Deutschland von ca. 15 Cent pro Kilowattstunde für Wasserstoff aus Nordafrika und 18 Cent pro Kilowattstunde für Wasserstoff aus Südamerika zu rechnen. (Zuruf von Dr. Patricia Peill [CDU]) – Lesen Sie das doch einfach nach, wenn Sie das nicht glauben. Lesen Sie es doch. Es ist doch Ihr Institut. Solche Preise – und das sind nicht die Endverbraucherpreise – sind schlichtweg der Todesstoß für unsere Industrie und den Restwohlstand unserer Bevölkerung. Zum Vergleich, weil Sie die Preise vielleicht nicht im Kopf haben: Vor Ihren Russland-Sanktionen kostete die Kilowattstunde russischen Erdgases 2,4 Cent pro Kilowattstunde und nicht 15 oder 18 Cent. Aktuell zahlen Endverbraucher als Neukunden in Deutschland 9 Cent pro Kilowattstunde. (Matthias Kerkhoff [CDU]: Sie hätten ja mit Russland nachverhandeln können!) Wie man angesichts solcher Zahlen noch den Wasserstoffnetzausbau fordern kann wie die SPD und auch die anderen Fraktionen, ist jedem nicht-CO - verblendeten Menschen schlichtweg unbegreiflich. (Zuruf von Tim Achtermeyer [GRÜNE]) Immer mehr Bürger in unserem Land merken, welche katastrophalen Auswirkungen Ihrer aller Ökopolitik hat. Immer mehr Bürger in unserem Land merken, dass die einzige Alternative gegen rot-grünschwarz-gelbe Verelendung die Alternative für Deutschland ist. – Danke schön. (Beifall von der AfD – Zuruf von Gordan Dudas [SPD])

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