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André Kuper

24.08.2023 Sitzungen 18/40

Danke, Herr Loose. – Für die Landesregierung spricht nun Herr Minister Krischer in Vertretung für Frau Ministerin Neubaur. Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Kommen wir zurück zum Thema! (Beifall von der CDU, den GRÜNEN und der SPD) Wir sprechen hier über Bioökonomie und Biotechnologie. Das sind Dinge, die notwendig und wichtig in unserer Welt sind, denn wir stehen vor großen Herausforderungen, die tiefgreifendes Umdenken bei Landtag Konsum und Produktion verlangen, damit wir die planetaren Grenzen nicht weiter überschreiten. Deshalb sind wir verpflichtet, eine klimaneutrale Wirtschaft und Lebensweise (Zurufe von Christian Loose [AfD] und Sven Werner Tritschler [AfD]) zu gestalten und gleichzeitig das kostbare Gut unseres Lebens zu bewahren. Meine Damen und Herren, eine zentrale Rolle spielt dabei, dass wir Rohstoffe und Energie effizient und nachhaltig gewinnen und einsetzen. Dabei sind Biotechnologie und Bioökonomie Eckpfeiler unserer Bemühungen in diesem Transformationsprozess. Ich bin daher im Namen der Landesregierung den Koalitionsfraktionen ausdrücklich dankbar, dass sie das Thema mit dem vorliegenden Antrag adressieren und konkrete Maßnahmen vorschlagen. Nordrhein-Westfalen muss die Möglichkeiten der Bioökonomie gezielt nutzen, um unsere Ziele in wirtschaftlicher Hinsicht, aber auch im Hinblick auf Klimaneutralität zu erreichen und zu verwirklichen. Diese Anstrengungen sind der Schlüssel, um unseren Industrie- und Wirtschaftsstandort zukunftsfähig zu machen, Arbeitsplätze zu sichern und den Lebensstandard unserer Bürgerinnen und Bürger zu bewahren. Unsere Mission besteht darin, das reiche Potenzial der Biotechnologie für nachhaltige Lösungen zu nutzen und unser Land in Richtung einer biobasierten, nachhaltigen und umweltverträglichen Wirtschaft zu lenken. Stoffkreisläufe zu schließen, ist dabei ein essentieller Bestandteil. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Der Ersatz fossiler Rohstoffe durch marine, forstwirtschaftliche und landwirtschaftliche Biomassen birgt die Herausforderung von Nutzungskonkurrenzen. Das ist angesprochen worden. Um diesen Zielkonflikt zu vermeiden, müssen Ressourcen sparsam und vollständig genutzt und überschüssige Produkte, Materialien und Abfälle wieder in den Kreislauf eingeführt werden. Durch diese Kaskadennutzung – Frau Dr. Peill hat es angesprochen – können Rohstoffe wirtschaftlich maximal ausgeschöpft werden. Nicht weiter verwertbare Stoffe sollen energetisch genutzt werden, zum Beispiel in Biogasanlagen. Einige bedeutende Meilensteine auf dem Weg zu einer biobasierten Wirtschaft haben wir bereits erreicht: Die „Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier“ – das wurde schon angesprochen –, die bahnbrechenden Projekte „BioökonomieREVIER PLUS“, die „Bio4MatPro“, der Förderwettbewerb „ZukunftBIO.NRW“, der EFRE-Wettbewerb Innovationsfeld „Innovative Medizin, Gesundheit und Life-Science“, der Forschungsverbund „BioSC“ und vieles, vieles mehr – all das sind wegweisende Projekte, die 24.08.2023 das Fundament für ein herausragendes Bio-Innovations- und Wirtschaftssystem legen. Darauf – das finde ich jedenfalls – kann Nordrhein-Westfalen stolz sein. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Wir verfolgen das ehrgeizige Ziel, die Bioökonomie in unserem Land weiter auszubauen, um eine erfolgreiche Transformation unserer Wirtschaft zu gewährleisten, unsere Umwelt zu schützen und Arbeitsplätze sowie Wohlstand in Nordrhein-Westfalen zu erhalten. Der Beitrag von Bioökonomie für diesen Transformationsprozess wird im vorliegenden Antrag zutreffend gewürdigt. Als Landesregierung unterstützen wir deshalb diesen Antrag. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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