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Anna Kavena

SPD 24.08.2023 Sitzungen 18/40

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir sprechen hier über die Benennung und die Art der Ausrichtung von Bundesjugendspielen. Gerade habe ich den Eindruck gehabt, dass hier nicht jedem klar ist, dass wir über Kinder sprechen, kleine Kinder. (Beifall von der SPD) Wenn wir über die Bundesjugendspiele sprechen, dürfen wir eben nicht vergessen, dass es hier nicht nur um Tradition oder sportliche Leistungen geht, sondern auch um das Wohl unserer Kinder, um die Entwicklung und um die Botschaft, die wir als Gesellschaft an sie senden. Bei einigen Kindern gibt es Vorfreude und Aufregung, bei anderen Kindern eher gemischte Gefühle, wenn es um Bundesjugendspiele geht. Die Freude an der Bewegung, das Erleben von Gemeinschaft und das Feiern individueller Erfolge sollen im Vordergrund stehen – nicht der Druck, sich ab der ersten Klasse an anderen messen zu müssen. (Beifall von der SPD) Freude an Bewegung, an Sport herangeführt werden und kein Leistungsdruck ab der ersten Klasse – die Kinder sollen Interesse an Bewegung und an Sport entwickeln und nicht schon in der ersten und zweiten Klasse so frustriert sein, dass sie Sport für ihr weiteres Leben quasi ad acta legen. Der Kern unserer Entscheidung für einen bewegungsorientierten Wettbewerb liegt in der Überzeugung, dass wir den Ansatz wählen müssen, der das Kindeswohl in den Mittelpunkt stellt. Es geht darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem jedes Kind unabhängig von seinen Fähigkeiten die Freude an Bewegung erlernen kann, ein Umfeld, in dem das Kind sich wertgeschätzt und unterstützt fühlt. Ich möchte heute hier die Chance nutzen, mich für jeden Tag, an dem viele Eltern und viele Lehrkräfte diese Bundesjugendspiele für unsere Grundschulkinder ausrichten, herzlich zu bedanken. Bei mir ist das noch nicht lange her. Meine beiden Kinder sind in der zweiten und dritten Klasse. Daher sind Bundesjugendspiele für mich Jahr für Jahr ein aktuelles Thema. Gerade in den Grundschulen, also im Alter von sechs bis zehn Jahren, befinden sich unsere Kinder in einer Orientierungs- und Lernphase. Sie lernen den Umgang mit Noten, sie lernen den Umgang mit Zahlen und Buchstaben sowie das Miteinander in einer Klassengemeinschaft. Nach der Schule machen sie sich auf den Weg, um Sportarten auszuprobieren und sich im besten Fall für einen Sportverein zu entscheiden. Dort erlernen sie Wettbewerb, Niederlagen, Teamgeist und Fair Play, und das nicht nur an einem 24.08.2023 Tag der Bundesjugendspiele, sondern im besten Fall kontinuierlich durch die pädagogische Arbeit der Vereine Tag für Tag, Woche für Woche und Jahr für Jahr. Für diesen Antrag erhalten Sie von uns weder eine Ehrenurkunde noch eine Siegerurkunde und erst recht keine Teilnehmerurkunde. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall von der SPD – Zuruf von der AfD)

Protokoll ↗