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Prof. Dr. Daniel Zerbin

AfD 24.08.2023 Sitzungen 18/40

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Gesundheit und Wissenschaft sind wesentliche Faktoren für eine Industrienation. Das vorliegende Gesetz beschäftigt sich damit. Ich werde es auch kurz halten, weil das Gesetz auf jeden Fall in die richtige Richtung geht, und wir werden auch weiter zustimmen. Gegenstand des Gesetzes – es ist ja gerade schon mehrfach angesprochen worden – ist diese Kooperation zwischen der Universität Bielefeld, der Ruhr-Universität und dem Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen. Da sollen Professoren zeitgleich an allen Institutionen tätig sein und nur auf das Wahlrecht verzichten. Auch zur Fortsetzung und Festsetzung relevanter Studienplätze an der Medizinischen Fakultät Ostwestfalen-Lippe und zur Finanzierung des Promotionskollegs ist schon etwas gesagt worden. Das geht in die richtige Richtung. Studium braucht Flexibilität. Insbesondere der Einsatz von Professoren ist ganz wichtig: Professoren sind eine wertvolle Ressource. Es dauert sehr lange, Professoren auszubilden. Wenn der Kontakt zu den 24.08.2023 Studenten da ist und man den Professor nicht nur als kleine Figur im Hörsaal sieht, ist es auf jeden Fall von Vorteil. Daher ist diese technische Umsetzung auf jeden Fall vernünftig. Zur Steigerung der Studienplätze im medizinischen Bereich brauche ich, glaube ich, auch nichts mehr zu sagen; die ist auch wesentlich. Wir brauchen mehr Ärzte. Daher ist die Steigerung auf jeden Fall sinnvoll. Die Finanzierung des Promotionskollegs ist auch gerade schon angesprochen worden. Das kannte ich früher nicht so. Ich war früher in Hamburg tätig. Die Problematik wurde gerade schon von meiner Vorrednerin angesprochen: Früher hatten Absolventen eines Masterstudiengangs an einer Hochschule, also ehemals Fachhochschule, häufig das Problem, dass sie nicht promovieren konnten, weil sie einfach keinen Doktorvater gefunden haben. Da gab es Ressentiments, dass man keinen von der Fachhochschule nehmen wollte. Das scheint hiermit gelöst zu sein. Das ist ein wichtiger Aspekt, weil gerade die Promotion ein Gütesiegel in der Wissenschaft, aber gerade auch in der Wirtschaft ist. Um das zu fördern, ist es gut bestellt hier in NRW; das werden wir auf jeden Fall unterstützen. Natürlich kosten manche Dinge Geld, auch die Steigerung der Studienplätze von 60 auf 300. Lassen Sie mich deswegen noch ein paar allgemeine Dinge sagen: Ressourcen müssen natürlich sinnvoll eingesetzt werden, weil der Bürger mit seinen Steuern das Studium zahlt. Nur ein kleiner Teil der Gesellschaft hat die Möglichkeit zu studieren. Studieren ist deswegen ein Privileg und sollte daher auch ideologiefrei und keine Brutstätte von Linksextremismus sein. Hier im Ruhrgebiet sind viele Unis vorhanden. Wir haben gute Universitäten. Da müssen Wissenschaftsfreiheit und freie Meinungsäußerung Standard sein; da ist auch noch ein bisschen Luft nach oben. Nichtsdestotrotz werden wir dem Gesetzentwurf zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

Protokoll ↗