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Guido Görtz

CDU 23.08.2023 Sitzungen 18/39

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zuallererst möchte ich betonen, wie wichtig die CDU-Fraktion die Thematisierung der Förderung von Impfungen gegen das Humane Papillomvirus findet. Gut, dass wir uns damit beschäftigen. Inzwischen ist bekannt, dass das Humane Papillomvirus nicht nur an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt ist, sondern leider auch an der Entstehung von vielfältigen Krebsarten und sonstigen Erkrankungen, und zwar aller Geschlechter. Nur durch eine frühzeitige Impfung noch vor dem ersten Sexualkontakt können nahezu alle Erkrankungen in diesem Zusammenhang verhindert werden. Es ist also von größter Bedeutung, dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Verbreitung dieser Viren einzudämmen und gleichzeitig eine umfassende Aufklärung sicherzustellen. Gemäß der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission ist es dringend erforderlich, frühzeitig die Impfung vorzunehmen, um einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. Sie empfiehlt daher ausdrücklich allen Jugendlichen geschlechtsübergreifend im Alter von 9 bis 14 Jahren diese Impfung. Hierbei sollten wir insbesondere auf gezielte Informationen setzen, die in enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Fachärzten, Kinderärzten und Krankenkassen Landtag bereitgestellt werden. Das wurde uns auch in einem Expertengespräch bestätigt. In den Punkten 1 und 2 Ihrer Beschlussfassung sind wir also durchaus nahe bei Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen der FDP-Fraktion. Unsere Strategie zur Steigerung der Impfraten sollte auf zwei Säulen fußen: Aufklärung und freie Entscheidungen. Wir möchten Eltern, Kinder und Jugendliche umfassend aufklären und ihnen die notwendigen Informationen für eine fundierte Entscheidung an die Hand geben. Die Zusammenarbeit mit den Schulen in dieser Hinsicht ist von unschätzbarer Bedeutung. Aber Schulen sollten Schülerinnen und Schülern einen geschützten Raum bieten, der ohne Druck oder Beeinflussung eine aufgeklärte Entscheidung für eine Impfung ermöglicht. Hierbei sollte die Thematisierung in Schulen als Informationsangebot verstanden werden, und das im Rahmen der Sexualerziehung. Lassen Sie mich klarstellen: Wir setzen auf Aufklärung, nicht auf Schulimpfungen. Uns ist es selbstverständlich auch ein Anliegen, die HPV-Impfraten zu steigern. Dafür unterstützen wir vielfältige Aktivitäten auf Landesebene. (Thorsten Klute [SPD]: Welche?) Die Aufklärung von Jugendlichen durch Youth-Worker, der NRW-Impftag. Auch ein Infektionsschutz-Parcours des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen ist in Planung. Insgesamt sollten wir also gemeinsam daran arbeiten, eine breite Bewusstseinsbildung über die Wichtigkeit der HPV-Impfung zu schaffen. Indem wir gezielte Informationen bereitstellen, Schulen als Informationsquelle nutzen und gleichzeitig die individuelle Entscheidung respektieren, können wir die Impfraten steigern und so das Ziel einer gesünderen Zukunft für unsere Kinder und Jugendlichen erreichen. Der FDP-Fraktion danke ich ausdrücklich für die Adressierung dieses Themas. Das ist wahrlich konstruktive Oppositionsarbeit. Dazu sind aber leider nicht alle Oppositionsfraktionen fähig. (Thorsten Klute [SPD]: Toll!) – Passt der Schuh? Ich habe niemanden genannt. Ich sagte, gemeinsam daran arbeiten. Daher stimmt die CDU-Fraktion selbstverständlich den entsprechenden Ausschussüberweisungen zu. – Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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